Keine Zeit zum Lesen? Diese Alternativen sind für dich!

Ana - 9. Dezember 2017

Morgens eine ganze Zeitung, abends 30 Seiten eines guten Buches – so sähe mein Lesepensum aus, wenn ich keine 8 Stunden schlafen müsste und abends nach Unilektüre noch Lust auf eng bedruckte Buchstaben hätte. In der Realität schlafe ich gerne und will abends nichts mehr lesen. Dabei brauche ich die Reise in literarische Welten, genauso wie täglich die wichtigsten Nachrichten, um mein Allgemeinwissen nicht komplett verkümmern zu lassen. Nachdem ich immer mal wieder versucht habe, mich zum Aufstehen um 6 Uhr zu zwingen (muss ja noch mindestens 5 Artikel lesen) oder abends zur Entspannung 30 Seiten las, die mich nur noch mehr anstrengten, warf ich schließlich das Tuch. Es muss auch ohne so viel Qual und Disziplin gehen. … die gute Nachricht: es geht tatsächlich!

Audible: Las dir die Bücher einfach vorlesen

Ich habe schon immer gerne Romane gelesen – unglaublich viele Gedanken und Inspirationen, Redewendungen und Wortspiele habe ich allein aus literarischen Welten gewonnen. In den letzten zwei Jahren hakte es aber und wenn ich mal einen Roman aufschlug dann im Urlaub oder so unregelmäßig, dass das Reinkommen länger dauert, als das Genießen der Geschichte. Vor einigen Wochen habe ich etwas probiert, was ich früher für absolut verwerflich gehalten hätte: Ich lasse mir die Romane einfach vorlesen. Ich habe einen Audible Probemonat begonnen (wenn ihr schon einen Amazon-Account habt, geht das ratz-fatz) und eine Geschichte als Hörbuch gehört, die mich schon lange interessiert: „The Circle“ von Dave Eggers. Ein Roman über Datenschutz, der mich mit meinen hohen Erwartungen zwar enttäuscht hat, dieses wichtige und im Allgemeinwissen leider unterrepräsentierte Thema immerhin von vielen Seiten aus beleuchtet. Mittlerweile habe ich bereits zwei weitere Romane auf Busfahrten und Spaziergängen verschlungen. Ob es die 9,99€ im Monat wert sind, muss jeder selbst entscheiden. Ich habe jedenfalls noch 2-3 Hörbücher auf meiner Wunschliste, die ich hören möchte, ehe ich darüber nachdenke, zu kündigen.

Espresso von der SZ: Nur Schlagzeilen lesen und informiert bleiben

Wer sagt, dass ursprüngliche Printmedien digital nicht können, sollte jetzt gut zuhören: Die Süddeutsche Zeitung bietet seit einigen Monaten eine unglaublich coole und praktische Dienstleistung an. Über die SZ-Website erfahrt ihr die Telefonnummer, an die ihr mit einer kurzen WhatsApp (Telegramm oder Insta)-Nachricht den SZ-Espresso abonnieren könnt – ein kostenloses Abonnement, welches euch täglich morgens und abends mit den wichtigsten Schlagzeilen versorgt. Vielleicht habe ich keine Zeit, fünf ganze Artikel beim Frühstück zu lesen, sechs Schlagzeilen am Tag schaffe ich allerdings. Interessiert ein Thema besonders, dann braucht man nur auf dem nachstehenden Link zu klicken und kommt zu dem vertiefenden Artikel. Hat man erstmal Blut geleckt, dann liest man erfahrungsgemäß recht häufig weiter. Lange Rede, kurzer Sinn: Eine Top-Idee (fast meine liebste aus diesem Blogbeitrag!)! Großes Lob, SZ!

Die Alleskönner: Podcasts

Eine sehr einfache, kostenlose und effektive Methode, sich Allgemeinwissen anzueignen und vertiefte Diskussionen zu aktuellen (und auch allen anderen) Themen zu verfolgen, sind Podcasts. Welche man regelmäßig hört, hängt ganz stark davon ab, welche Themen, welcher Stil und welche Podcaster man mag. Einige Empfehlungen von mir und Freunden:

  1. Was jetzt? von ZEIT ONLINE
  2. TED Talks Daily von TED
  3. Lage der Nation von Kuechenstud.io
  4. Woher weißt du das? von ZEIT Wissen
  5. Eine Stunde History von Deutschlandfunk Nova
  6. Das Thema von der Süddeutschen Zeitung
  7. Sternengeschichten von Florian Freistetter

Wie oft verpendelt man einige Minuten, kocht etwas oder räumt auf – in all diesen Situationen sind vor allem die Medien hilfreich, die man sich anhören kann. Den Espresso der SZ stattdessen kann man beim Aufwachen und vor dem Einschlafen einmal schnell überfliegen. … hier zieht das „Ich habe gar keine Zeit, um mich zu informieren“-Argument also nicht. In meinem Alltag zumindest haben diese drei Punkte einiges bewirkt! xx Ana

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3 Comments

  • herzballon 10. Dezember 2017 at 13:33

    Danke für den Tipp mit dem SZ Espresso. Werde ich gleich mal ausprobieren.

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  • Tabea 11. Dezember 2017 at 05:09

    Für mich sind Hörbücher irgendwie nichts… Ich bin meistens einfach zu unaufmerksam, um beim Kochen richtig zuzuhören, zum Beispiel. Und beim pendeln tippe ich immer wie irre an meinen Romanen…

    Liebe Grüße

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  • Tatjana 13. Dezember 2017 at 16:00

    In den letzten paar Jahren habe ich Podcasts unheimlich stark lieben gelernt! Und arbeite ehrlich gesagt noch immer daran, meine zu Studienzeiten verlorene Leselust wiederzufinden…

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