Category Archives: Bloggen

Über Autorenängste, Kafka und einen lesenden Hobbypsychoanalytiker

„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen“. Das schrieb Mark Twain und brachte damit sicher mehrere Millionen Menschen zum Schmunzeln. Und auch mich und das mehr als einmal.

Was Twain da spielerisch in den Raum wirft, war für mich aber lange Zeit voller Ernst. Schreiben ist leicht. Schreiben ist wie Dominospielen. Ich brauche nur mit einem Gedankenstein anfangen, welcher dann in einer Kettenreaktion die an anderen zum Kippen bringt. Das Produkt klingt dann manchmal gut genug, dass andere es auch gerne lesen. Mein Finger schnellt herab auf die Enter-Taste, die die Worte in die Weiten des Internets schickt. Schreiben ist das leichteste der Welt. Dachte ich zumindest, bis mir plötzlich überzufällig oft Folgendes passierte: Im Gespräch mit Freunden erwähnten sie Dinge, die ich ihnen nie erzählt hatte. Wenn ich ihnen eine Geschichte erzählte, dann gaben sie mir den Eindruck, sie wüssten schon etwas darüber. Als wäre nicht ich, als Person in der Realität, die Quelle, über die man etwas über mich herausfindet. Als hätten sie noch eine weitere Quelle, und wüssten damit viel mehr über mich, als ich preisgebe. Diese zweite Quelle ist mein Blog.

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anniespratt

Ich wollte richtig Bloggen und landete auf dem Flur: Meine Meinung zu Instagram Stories & Co.

Uiuiui, was sehe ich denn da? Plötzlich rotiert ein bunter Kreis, um mein Instagram Profilbild. Ups, und genauso auch um das verschiedener Profile, die ich verfolge. Warte mal, oh! – was passiert denn hier? Die falsche App geöffnet, wtf, nein – ok? Aha – Mark Zuckerberg hat also Snapchat kopiert. Wieso auch was neues erfinden, wenn es doch schon etwas gibt, was anscheinend sehr erfolgreich ist? Tricky, Tricky, mein Freund… aber das ist eine andere Geschichte.

Nachdem ich ziemlich schnell von Instagram Stories Wind bekam und sich mein Dashboard mit Beiträgen zu dem Thema füllte, war ich erstmal sehr erstaunt darüber, wieso plötzlich alle meine Mitblogger bereits so eine ausgeklügelte Meinung zu dieser Neuerscheinung hatten. Ich meine, da verstehe ich grade mal, was da überhaupt vor sich geht, da haben schon 70% der Blogger, denen ich folge, 30 Stories hochgeladen. Ist das so, wenn man erfolgreich in der Branche sein will? Muss man der Schnellste sein? Muss man der Aktuellste sein? Sofort jede Lücke füllen, die es zu füllen gibt, und überall präsent sein? Ist man dann ein richtig guter, eifriger Blogger, der ordentlich zu networken weiß und seine Leser immer auf dem Laufenden hält?

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Free Editorial Calendar: So planst du deine Blog Inhalte

Früher habe ich immer Spontan gebloggt. Grade mal ein halbes Stündchen Zeit? Dann mal schauen, welches Thema mich grade so interessiert. Zwischen Schule, sehr viel Training und Freunden war das das Hobby, was gar nicht an Verpflichtungen gebunden war. Seit Mai, wo ich auf The Disaster Diary schreibe, hat mich allerdings der Ehrgeiz gepackt: Ich will, dass optisch alles stimmt, dass hier Regelmäßigkeit herrscht und qualitativ hochwertige Inhalte ihren Platz finden. Schrieb ich mal in richtigen Redaktionen, dann plante ich meine Themen auch besser durch, recherchierte mehr und steckte insgesamt mehr Gedanken in meine Arbeit. Wieso nicht auch den Blog so ernst nehmen? … weil wegen Zeit. Ist schließlich nur ein Hobby und kontrollieren tut meine Arbeit eh nur ich selber. 

Um auch mit einer vollen Woche meine Erwartungen zu erfüllen, musste ich wohl oder übel meine Spontanität etwas lockern und anfangen zu planen. Oh Gott, wer mich kennt, weiß, dass ich in Planung den Tod jeglicher Kreativität sehe. Ich habe ihr trotzdem eine Chance gegeben und – siehe da! – so schlimm ist es gar nicht. Da viele Blogger etwas daran hapern, regelmäßig zu bloggen und motiviert zu bleiben, zeige ich euch heute, wie ich vorgehe, und an welchen Tipps ich mich bei meiner Blog Planung entlang hangele.

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