Category Archives: Gedankenballett

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Schubladen-Denken: Ich bin, wer ich gestern war?

Du gehst dein Leben lang, auf tausend Straßen; du siehst auf deinem Gang, die dich vergaßen. Ein Auge winkt, die Seele klingt; du hasts gefunden,  nur für Sekunden… Zwei Fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider; Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück… vorbei, verweht, nie wieder. – Kurt Tucholsky: Augen der Großstadt

Was mir schon immer den Wind aus den Segeln genommen hat, ist die Tatsache, dass ich ohne es zu wollen immer genau weiß, was andere von mir erwarten. Mag sein, dass ich beim Geschenke kaufen das egozentrischte Persönchen auf diesem Planeten bin, weil ich immer nur da stöbere, wo sich Geschenke für mich finden würden; was aber die Erwartungen an meine Person und meine Antworten angehen, so liege ich meistens richtig. Bedeutet nicht zwangsläufig, dass ich dementsprechend konform handele. Oftmals tun wir genau das Gegenteil von dem, was andere wollen oder mit dem andere rechnen – sagen wir, um ihnen zu imponieren, sie zu überraschen oder sie ganz schlichtweg zu provozieren. Ich habe nicht das Problem, dass ich tue, was andere von mir wollen, dennoch kann es oftmals eine große Belastung sein, zu wissen, wie die anderen einen sehen und mit welchen Schritten sie als nächstes rechnen.

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18 Anzeichen, dass du ein Citygirl bist

Citygirl zu sein, ist kein leichtes Schicksal. Wir sind 24/7 von Menschen, Pflichten, Erwartungen und anderen umwerfenden Wesen unseresgleichen umgeben, denen wir uns tagtäglich stellen müssen. Outfit, Planung und Lächeln halten wir on point und das alles bestenfalls ohne durchzudrehen (meistens zumindest). Dennoch, eines steht fest: Wir würden unsere geliebte Großstadt niemals für ein Leben auf dem idyllischen Lande aufgeben, stimmts? Dieser Post ist für Mädchen wie uns!

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Wir feiern effizient!

Angekommen im 21. Jahrhundert muss der Mensch nur einen kleinen Schalter betätigen, um sein Arbeitszimmer auch um 2:32 Uhr mit Licht zu durchfluten. Ein Autor, dem um diese Uhrzeit eine epische Romanidee in den Sinn kommt, rollt sich auf seinem Bett zur Seite und betätigt den Lichtschalter. Klick, und schon ist es Tag. Schiller dagegen hätte erst einmal im Dunkeln durch seine Hütte stolpern müssen, ehe er blind nach zwei drei Kerzen wühlen könnte. Dann ist da noch die Sache mit den Streichhölzern. Bis die Herausgekramt und die Kerzen angezündet sind, hat der Autor der flinken Generation bereits seinen Prolog aufs Papier gebracht.

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Douglas

Die Douglas Kurzgeschichte

Es ist gar nicht allzu lange her, als mich ein Gedanke zu tiefst erschütterte, und mich seitdem – bis einschließlich jetzt grade – begleitete. Ein sonniger Samstag vormittag vor rund zwei Wochen, schätze ich. Zusammen mit einer Freundin war ein Shoppingtrip mit Suche nach dem perfekten Abiballkleid angesagt und egal, wie eklig sich dabei meine Nackenhaare aufstellten – die Tatsache, dass wir das Event total scheinheilig „die Suche nach dem perfekten Abiballkleid“ nannten, nahm mir die Furcht davor. Am Vorabend fühlte ich mich wie ein typisches „White Girl“, welches kichernd mit seinen Freundinnen Traumkleider anprobiert… und dann am Abiball den Auftritt ihres Lebens hat. Am besagten Morgen sah ich ein, dass ich bei dem Gedanken an überteuerte Kleider, die an Douglas Verpackungen erinnern, lieber im Bett bleiben wollte. Zumindest aber sahen meine Haare ziemlich in Ordnung aus, in meinem Gammelpulli und der Jeans fühlte ich mich wohl und so war ich einen Sekundenbruchteil entschieden, ungeschminkt und im Wohlfühllook aufzubrechen.

Natürlich kam es anders. Ich stellte mir die Situation vor, in der ich in einer Stunde stecken würde: Mit diesem Outfit (auch wenn ich finde, dass ich toll aussah) bei P&C „Träume“ in Babyrosa und -blau anprobieren und zum Schluss bei Douglas nach einem neuen Contour-Kit schauen. Bei der Vorstellung wurde mir übel, schrecklich mulmig zu Mute. Nachdem ich mich einer knappen Psychoanalyse unterzog, wusste ich auch ganz genau, woran das lag: An den Verkäuferinnen.

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Abitur

Abitur… und nun?

Meine Augen sind schwer wie Blei und auf meinen Lippen liegt ein seliges Lächeln. So sieht man aus, wenn man seine letzte Abitur Klausur hinter sich hat. Der heutige Morgen war hart. Ich habe gefrühstückt und mich geschminkt. Ich habe meine Haare geglättet und meine Tasche gepackt. Und dann habe ich mein Outfit 10x gewechselt und bin dann doch bei meinem Go-To-Look gelandet. Blue Jeans und Streifenshirt. Die Zeit wollte einfach nicht vergehen und als es endlich Zeit zum Aufbruch war, ging es schon los mit dem Erleichtertsein.

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