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Effektiv Lernen für Schule und Studium: Ein Lernzettel Guide

Ana - 26. Mai 2016

Ein Blick auf den Kalendar – die Klausurenphase rückt näher. Nun ist das angesagt, was wir seit Wochen zu vermeiden versuchen: Langsam muss der Stoff sitzen. Ein Blick in meine Hefter sagt mir, dass ich mit dem Material aus dem Unterricht zwar viele Informationen zur Verfügung habe, mit denen aber schlecht lernen kann. Ein Batzen lose Zettel, minder gut sortiert, mit den feinsten Details, die schlichtweg nicht klausurrelevant sind.Erste Maßnahme lautet also: Lernzettel schreiben.

Und wisst ihr was? Ich vergöttere Lernzettel. Das mag nerdig klingen, aber wenn es denn schon so etwas simples, aber so effektives auf dieser Welt gibt, wieso sollte es dann nicht auch etwas vom Rampenlicht abbekommen? Alle, die meine Sicht absolut nicht teilen, haben noch nie eine vernünftigen Lernzettel aus Papier gebracht. Für Leute wie euch habe ich diesen kleinen, aber feinen, kurzen und knappen Lernzettel Guide geschrieben.

  1. Her mit den Quellen! Bevor du drauflosschreibst, musst du dir sicher sein, dass dein Lernzettel alle wichtigen und wahren Informationen enthält. Um das sicherzustellen, solltest du neben dem Schulmaterial auch Bücher wie Abitrainer oder Lektüreschlüssel zu Rate ziehen. Das Internet kann auch oft weiterhelfen. Suche dir die Seiten zu dem Thema aus und gehe erst alle Quellen sorgfältig durch, bevor du irgendetwas anderes tust.
  2. Entwurf: Das wichtigste schreibst du dann auf ein Entwurfpapier stichpunktartig raus. Wichtige Fakten erkennst du daran, dass sie in den meisten Quellen vorkommen.
  3. Struktur: Finde Unterthemen und ordne deine Stichpunkte auf dem Entwurfpapier danach. Dazu kannst du beispielsweise vier verschiedene Farben nehmen und damit die jeweiligen Stichpunkte markieren. Überlege dir dann welche Struktur für dieses Thema sinnvoll wäre – welches Unterthema lohnt es sich als erstes aufzuführen, weil die anderen darauf aufbauen? Die Struktur solltest du ebenfalls einmal auf Papier festhalten, um sicher zu gehen, dass du damit zufrieden bist.
  1. Format: Bei einigen Unterrichtsthemen ist das Auflisten der wichtigsten Fakten am sinnvollsten; manchmal bietet sich ein anderes Format aber viel besser an. Wie wäre es mit einer Tabelle? Einer Mindmap? Oder doch einem Schaubild? Schaubilder und Diagramme lassen sich gut ausschneiden oder aus dem Internet ausdrucken und aufkleben, wenn du nicht die geborene Zeichnerin bist. Wichtig ist, dass du das Format wählst, welches am besten zu dem Thema passt und dir den besten Überblick darüber verschafft.
  2. Loslegen!: Nach vier Schritten Vorbereitung geht es endlich ans Eigentliche: Lernzettel erstellen. Nach der logischen Reihenfolge, die du dir vorher überlegt hast, arbeitest du die Unterthemen ab. Habe keine Angst davor zu viel oder zu wenig zu schreiben – beim Lernen handelt es sich um eine individuelle Angelegenheit. Versuche immer im Hinterkopf zu haben, dass du den Stoff verinnerlichen musst – beim Lesen deiner Lernzettel sollte also das Gefühl entstehen, dass du dir das Thema selbst erklärst. Begriffe oder Aufgaben, mit denen du immer Schwierigkeiten hast, kannst du weiter ausführen; Themen, die dir leicht fallen, dagegen kürzer fassen.
  3. Die Gestaltung zählt: Unterschätze nie die Macht von schönen Dingen! Ist dein Lernzettel stilvoll gestaltet, übersichtlich und abwechslungsreich, dann wird dir das Lernen nicht ganz so schwer fallen. Beim Erstellen geht es so nicht nur darum, die wichtigsten Punkte auf ein Blatt zu kritzeln, sondern etwas aus dem langweiligen Unterrichtsstoff zu machen, was man sogar als schön bezeichnen kann. Dadurch, dass du dir über Struktur und Verbildlichung Gedanken machst, verinnerlichst du den Unterrichtsstoff automatisch, da du dich vielseitig damit beschäftigst. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass oftmals das Lernzettel-Schreiben als Klausurvorbereitung ausreicht. Die Beschäftigung mit dem Thema ist so intensiv, dass der Stoff erstmal für einige Tage im Kopf bleibt. Ein schnelles Durchlesen am Tag vor der Klausur reicht dann meist auch, um sehr gut vorbereitet zu sein.

Diese Bilder sind allesamt von Tumblr Blogs. Es gibt keine Soziale Plattform, auf welcher so viele Beiträge zu dem Lernen für Schule/ Uni verkehren, und wenn ihr mich fragt, dann erinnern einige dieser Lernzettel an Kunst. Als ich zum ersten Mal auf #studyinspo gestoßen bin, hat das Lernen für mich eine ganz neue Dimension bekommen. Auch wenn Lernen immernoch nicht auf die Liste der spaßigen Aktivitäten steht…

Lernzettel

… stellt diese Art zu Lernen das kleinere Übel dar. Und seien wir mal ehrlich? Wer hat nach solchen Lernzettel-Kreationen nicht wenigstens einen Anerkennenden Schulterklopfer an sich selber verdient?Wie lernt ihr? Was haltet ihr von dieser Art zu lernen? Ist euch die Gestaltung und das Aussehen eurer Materialien wichtig oder zählt nur der Inhalt? xxx, Ana

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5 Comments

  • Belli 26. Mai 2016 at 20:12

    Sehr, sehr interessanter und informativer Post:) Ich mache mir auch fast immer Lernzettel und Übersichten:)

    Belli von http://belli-sweetlikesugar.blogspot.de/

    Reply
    • Ana 29. Mai 2016 at 11:22

      Hey Belli! Danke 🙂 Ja ist eine ziemlich gängige Methode, aber man kann da so viel rausholen!
      xx Ana

      Reply
  • Laura 27. Mai 2016 at 14:17

    toller Post! Mir hilft es auch immer einen Lernzettel zu schreiben und durch Bilder von so fancy Lernzetteln werde ich voll motiviert haha 😀

    Liebe Grüße,
    Laura von Lauraxvi.blogspot.de

    Reply
    • Ana 29. Mai 2016 at 11:23

      Genau so ist das auch bei mir! Auch wenn man es niemals so hinkriegen würde – es motiviert total! xx Ana

      Reply
  • 3 außergewöhnliche Lernstrategien, die einen Versuch Wert sind - The Disaster Diary 28. März 2017 at 12:01

    […] nie veraltet. Ich selbst verfolge dabei immer Schema F aka: Ich schreibe mir Lernzettel (Hier gehts zu dem Lernzettel Guide) und lese sie mir dann durch. Während meiner letzten Klausurenphase bin ich allerdings auf ganz […]

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