Organisation & Tipps, Studium

Vergiss den Blitzbachelor:
10 Gründe die Regelstudienzeit zu überschreiten

Ana - 12. April 2017

6 Semester Bachelor. 4 Semester Master. So viel Zeit gibt die Studienordnung den Studierenden in Deutschland, um ihre Ausbildung an einer Universität in Regelstudienzeit zu absolvieren. Der Begriff „Regelstudienzeit“ fungiert als Druckmittel – wer länger braucht, fällt aus dem Raster.

In der Realität sieht dieses Raster allerdings ganz anders aus: Weniger als die Hälfte aller Bachelorabsolventen schaffen ihren Abschluss in Regelstudienzeit. Von der Mehrheit an Studierenden, die den Blitzbachelor mit einem Sprint hingelegt haben, hört man häufig Bedauern, das Studium nicht etwas lockerer angegangen zu sein. Trotzdem eifern viele der besonderen Auszeichnung „made in Regelstudienzeit“ nach. Wieso das überhaupt nicht notwendig ist und sich eine Entzerrung des Studiums sogar auf dem Arbeitsmarkt lohnt, erfährst du in den folgenden 10 Gründen.

1) Die Regelstudienzeit ist keine strenge Obergrenze

Die Regelstudienzeit bezeichnet nicht die Semesteranzahl, in welcher man das Studium höchstens abgeschlossen haben sollte. Sie ist kein Wert, an welchem man die eigene Produktivität oder Leistung messen kann. Ursprünglich wird als Regelstudienzeit die Dauer bezeichnet, welche ein Vollzeitstudent*in benötigt, um den Studiengang erfolgreich abzuschließen. Die Studierenden haben auf diese Dauer einen Rechtsanspruch – das bedeutet, dass ein Studienfach innerhalb dessen Regelstudienzeit nicht gestrichen werden darf. Somit stellt die Regelstudienzeit eine Absicherung für Studierende dar und erlaubt die Standardisierung von Studiengängen in ganz Deutschland. Diese Standardisierung wiederum erlaubt es, nach dem Bachelor den Master an einer anderen Universität zu machen. Fazit: Das Konstrukt „Regelstudienzeit“ ist rein formal. Es ist nicht dazu da, die Studenten in fleißig und faul einzuteilen und erst recht nicht, um dir Druck im Studium zu machen.

2) Der Weg ist das Ziel

Das Studium ist nicht nur ein Mittel zum Zweck. Es ist nicht nur die Ausbildung, die du eben absolvieren musst, um deinen Traumjob machen zu dürfen. Es ist eben auch ein zentraler Lebensabschnitt. Wieso nicht auf die möglichst schöne Gestaltung dieser Jahre fokussieren, statt sofort dem Abschluss entgegenzueifern? Wer aufhört, sein Studium wie eine schnelle Nummer zu behandeln, wird erkennen, wie viele Bildungsmöglichkeiten es neben dem eigentlichen Studieren bietet: Gleichaltrige, AGs, Studentische Vereine, Fachschaften, Unimedien und Sprachkurse. Das studentische Leben hat viele Angebote in petto, bei denen du herausfinden kannst, was dir Spaß macht und dich auf Trab hält. Was sind 1-2 Semester mehr, wenn du dafür dein Studentenleben in vollen Zügen genießen konntest?

3) Personaler stehen auf Berufserfahrung

Auch auf dem Arbeitsmarkt kann sich ein längeres (und dafür vielfältigeres) Studium auszahlen: Einige Semester mehr auf dem Buckel sind kein Grund für Personaler*innen, dich nicht einzustellen. Schnapp dir einen Nebenjob, der gut zu deinem beruflichen Ziel passt, absolviere Praktika an tollen Arbeitsstellen und trau dich, die berufliche Welt jenseits des Hörsaals zu beschnuppern. Personaler*innen riechen Fachidiot*innen, die ihren Kopf in den letzten Jahren nur in Büchern stecken hatten. Persönliche Reife und Berufserfahrung überzeugt sie mehr als ein ausgezeichneter Studienverlauf.

4) Improve Your Language Skills

Erst mit beiden Beinen im Beruf wirst du nie wieder so viele Möglichkeiten haben, günstig und ohne viel Aufwand neue Sprachen zu erlernen und sie vor Ort zu perfektionieren. Die Sprachkurse an den Unis sind meist kostenlos oder sehr günstig und auch den langen Trip ins Ausland kannst du nie so sorglos buchen wie während deines Studentenlebens.

5) Schau mal über den Tellerrand, statt nur in deine Bücher

Nicht nur die Personalabteilung mag keine Fachidiot*innen. Ich bin mir sicher, dass auch du nur ungern einer sein willst. Daher solltest du dir Zeit nehmen, um die Inhalte deines Studiums auch im Alltag zu behandeln. Informiere dich über Themen, die dich besonders angesprochen haben, suche dir Minijobs in dem Bereich oder eine HiWi-Stelle, schaue eine Doku zu dem Thema oder kontaktiere Experten. Die besonders spannenden Inhalte deines Studiums brauchst du nicht in einem Semester mit der Klausur abzuspeisen und danach zu vergessen. Entdecke deine Leidenschaft und erinnere dich daran, weshalb du dich für dieses Studium entschieden hast!

6) Beweis Mut und Individualität

Wer aus dem Käfig der Regelstudienzeit ausbricht, folgt nicht mehr dem Studienverlaufsplan von Max Mustermann. Das zwingt dich dazu, dich zu informieren und dein Studium sowie Leben selbst zu organisieren. Was zunächst nur nach zusätzlichem Aufwand klingt, wird dir eine große Portion Freiheit und einige Softskills einbringen. Am Ende deines Studiums bist du eigenständig, verantwortungsbewusst und selbstbewusst, da du hinter deinen einzigartigen Entscheidungen stehst, die nicht 1:1 auf der Studienordnung basieren. Wir sind nicht mehr in der Schule und der Hörsaal kein Klassenzimmer – lasst uns also etwas Eigeninitiative zeigen!

7) Mach dich unvergleichbar

Gestaltest du dein Studium individuell nach deinen Stärken und Interessen, dann spiegelt das letzten Endes auch dein Lebenslauf wieder. Dieser wird rausstechen und Personaler*innen dazu veranlassen, nachhaken zu wollen. Nichts da mit Fließbandstudent – deinen Lebenslauf wird man mit keinem anderen direkt vergleichen können, denn er erzählt von mehr als nur von Noten, Semestern und anderen Zahlen.

8) Du bist zu jung für ein Burn-Out

Punkto Schlaf. Auch wenn die Gesellschaft einem das eintrichtern versucht – Schlafmangel ist nicht cool. Es macht dich auch nicht zu einem fleißigeren oder kompetenteren Menschen, wenn du dauerübermüdet bist, nur zu einem erschöpfteren. Wenn dein Stundenplan dich in die Situation bringt, dich neben der Uni für Freunde oder Schlaf zu entscheiden, dann solltest du deinen Stundenplan ändern. Du bist zu jung für ein Burn Out (das bist du zwar in 20 Jahren auch, aber wir wollen nicht jetzt schon in falsche Muster geraten).

9) Bessere Noten

Bei all diesen Punkten gilt: Das Studium ist das, was du daraus machst. Daher gibt es keine Garantie, dass dein Studium individuell und interessant wird, nur weil du länger studierst. Allerdings sorgt ein entzerrtes Studium eben für mehr Zeit, die du vielseitig nutzen kannst. Zum Beispiel für ein stressfreie und vertiefte Vorbereitung für deine wenigen Klausuren. Das mag sich in den Noten widerspiegeln, die in einigen Studiengängen sogar wichtiger sind als die Studiendauer.

10) Das mit dem Geld klappt schon

BAföG setzt die Regelstudienzeit als Obergrenze für die finanzielle Förderung fest. Allerdings besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Verlängerung zu stellen, wenn man einen guten Grund dafür hat. Ansonsten gibt es auch andere Mittel zur Finanzierung: Die gewonnene Freizeit kannst du für einen Nebenjob nutzen, der zu deinem beruflichen Ziel passt, oder um ein Stipendium zu ergattern, welches dir ebenfalls einen Haufen Türen öffnet. Von Situation zu Situation ist die optimale Planung des Studiums ganz verschieden, allerdings solltest du genau überlegen, welche Bedeutung das Studium für dich hat und dich nicht von fehlleitendem Leistungsdruck um eine vielseitige Bildung und spannende Jahre bringen.

Was denkt ihr zu dem Thema? Habt ihr das Gefühl, die Regelstudienzeit einhalten zu müssen? Welche Stimmen habt ihr dazu gehört? Wie sähe eure perfekte Studienplanung aus? xx Ana

Share This Post!

11 Comments

  • Sandra 12. April 2017 at 13:09

    Deinen Aufruf hier, die Regelstudienzeit einfach zu ignorieren, finde ich absolut fahrlässig und bin geschockt. Natürlich ist Berufserfahrung wichtig, aber einfach mal ein paar Semester drauf zu schlagen, um Mini-Jobs zu machen? Viele Studenten, die nebenbei jobben, haben kaum eine andere Wahl, als ihr Studium zu verlängern, weil sie eben NICHT genug Zeit für Vorlesungen und Prüfungen haben. Ich bezweifel, dass die meisten freiwillig länger studieren würden. Die meisten Menschen wollen doch nicht Ende 20 noch immer in einer WG leben oder jeden Cent umdrehen müssen. Irgenwann will man doch eine schöne Wohnung haben, reisen und es sich gut gehen lassen und dabei noch jung sein! Zudem kann eine Berufserfahrung, die ohne abgeschlossenes Studium gemacht wurde, der „richtigen“ Berufserfahrung nicht gleichgestellt werden, da man in den meisten Berufen gewisse Aufgaben eben nicht voll durchführen darf oder diese schlicht und einfach nicht zugeteilt bekommt.

    Außerdem kann ich dir nicht zustimmen, dass die Personalabteilung nicht darauf schaut wie lange man studiert hat. Ich saß vor Kurzem noch bei Auswahlgesprächen mit drin und wir haben vorab zuerst geschaut wie lange die Person was studiert hat und ob da trifftige Gründe waren, das Studium zu verlängern wie z.B. die Geburt eines Kindes. Das Jobben oder eine Reise oder einfach nur „ich will erst gucken, was mir so gefällt und das Leben genießen“ zählten da definitiv nicht zu den Gründen, die uns zufrieden stellten, wenn da mehr als ein Semester mehr stand. Klar, ein bis zwei Semester können immer sein, man muss ja nur mal durchfallen, krank sein oder aus familiären Gründen eine kurze Auszeit brauchen – wobei ich raten würde gesundheitliche und familiäre Gründen wenigstens in diesen Worten zu erwähnen, falls sie zur Verlängerung des Studiums geführt haben. Aber bewusst mehr als diese 1-2 Semester länger zu brauchen, wird bei kaum einem Chef wirklich gut ankommen.

    Ich sehe in deinem Profil, dass du erst vor einem Jahr die Schule abgeschlossen hast und dieses Thema noch relativ neu für dich ist, aber ich würde solche Aufrufe zur Verlängerung der Regelstudienzeit nicht so fahrlässig in den Raum werfen. Es sollte jeder für sich entscheiden, aber erwünscht ist es nicht.

    Ich wünsche dir noch viel Erfolg mit deinem Studium, egal ob du es in der Regelstudienzeit schaffst oder nicht.

    Reply
    • Ana 12. April 2017 at 16:10

      Liebe Sandra,
      danke für deinen Kommentar. Ich freue mich, zu diesem Thema etwas Gegenwind zu bekommen und verstehe dein Anliegen.
      Allerdings glaube ich, dass du die Aussage des Beitrages und damit auch meine Ansicht zu dem Thema, missverstanden hast. Dieser Artikel fordert nicht dazu auf, die Regelstudienzeit zu ignorieren. Auch nicht dazu, sich im Studium zurückzulehnen und es sich ausschließlich gut gehen zu lassen.
      Ich bin mir bewusst, dass wenn man einige Jahre später als ich (ich habe direkt nach dem Abitur mit 18 begonnen zu studieren) das Studium aufnimmt, nicht unbedingt erst mit Ende 20 in den Beruf starten will. Allerdings besteht die Welt nicht nur aus diesen Studenten.

      Viele sehr junge Menschen sind nur auf die Regelstudienzeit fixiert, versinken im Stress, sind überlastet und saugen den Stoff nur in sich auf, statt ihn kritisch zu überdenken. Mit den 10 Gründen möchte ich dem großen Leistungsdruck entgegenwirken, sodass die Leser, die lieber noch einen Nebenjob aufnehmen (um in eine Branche reinzugucken!), darauf nicht verzichten, nur weil sie so viel Stress vom Studium haben. Für Sport, Engagement, für AGs usw. sollte meines Erachtens Zeit sein – da sind 2 Semester mehr das kleinere Übel, statt „nur“ studiert zu haben. Wir sprechen hier natürlich immer noch von einem Vollzeitstudium (!), ich fordere nicht dazu auf, nur neben den anderen Aktivitäten zu studieren. Eher im Gegenteil – ich fordere sogar dazu auf, sich intensiver mit den Studium zu befassen und nicht nur die Klausuren zu schreiben und fertig.

      Der Artikel basiert nicht nur auf meiner Meinung, sondern auch auf vielen Gesprächen mit älteren Studenten und Absolventen, Artikeln usw.
      Ich würde mich freuen, wenn du dir den Blogpost noch einmal durchliest. Vielleicht erkennst du dann, an welchen Stellen du mit deinem Kommentar an meinem Text vorbeischreibst.

      Liebe Grüße, Ana

      Reply
  • Kati 12. April 2017 at 14:42

    Gute Gründe! Aber mal ganz ehrlich – planen kann man das doch eh nicht. Es kommt, wie’s eben kommt, wenn man menschlich ist und auch mal durch eine Prüfung rauscht oder so. Ein Jahr mehr oder weniger ist kein Beinbruch, und gerade bei der Sache mit der Berufserfahrung stimme ich dir zu – zumal manche von uns auch gar keine andere Wahl haben, als nebenbei zu arbeiten.
    Ich hab auch erst neulich drüber geschrieben – in der Prüfungsphase, dementsprechend auch auf 180, aber es musste mal raus:
    http://www.50percentgreen.de/2017/01/19/warum-ich-nicht-mehr-lernen-will/

    Liebe Grüße,
    Kati

    Reply
    • Ana 16. April 2017 at 14:26

      Eben – ich finde man sollte so viel machen, wie man eben schafft, um sich dabei noch wohl zu fühlen, Zeit für Erholung und für das Nachdenken zu haben.
      Deinen Artikel habe ich eben gelesen und finde ihn gut. Weiß was du meinst – während der Prüfungsphase steht man mit dem Lern und Leistungsdruck ja nochmal ganz anders auf Kriegsfuß als beispielsweise während den Semesterferien. 😉

      Reply
  • Tabea 12. April 2017 at 18:57

    Einen Gang runterzuschalten und auch Auszeiten zu nehmen, fällt mir sehr schwer, weil ich anschließend Angst habe, nicht mehr in den Stoff/ die Lern-Routine reinzukommen. Nach den Sommerferien war das für mich schon immer schwer genug… Außerdem hasse ich es, nicht zu arbeiten und Geld zu verdienen, weil ich irgendwie nicht damit klar komme, „unproduktiv“ zu sein. Lernen, um des Lernens willen, ist für mich was für die Freizeit und meine Hobbys, aber nichts, womit ich mir eine Lebensgrundlage aufbauen will.
    Daher war es gür mich immer undenkbar, länger als 3 Jahre zum Bachelor zu brauchen… und ich bin gerade echt verwundert, dass doch so viele mehr Zeit dafür aufwenden.

    Für mich war die Regelstudienzeit sowas wie die Anzahl der Jahre bis zum Abitur – man kann es in 12 Jahren machen (ich mit G8 zumindest), ich will das schaffen, aber ich verurteile niemanden, der Ehrenrunden einbaut.

    Studentisches Leben kann ich gar nicht so recht auskosten. Ich studiere an einer Außenstelle der THM, wo es keine AGs, Sport, Bücherei etc. gibt. Auch Partys sind hier auf dem Land eher nicht die Regel für mich.

    Das Argument mit der Berufserfahrung finde ich aber sehr gut! Ich studiere ja dual, um das abzudecken. Ist zwar anstrengend, aber es hilft mir auch,leichter das Wissen aufzunehmen. Allerdings kann ich daher auch nicht ins Ausland für längere Urlaube… aber Dank Pony habe ich da eh weder Lust noch Geld zu.
    Also Individuelles Zeugs ist bei uns auch eher schwierig – wir bekommen einen Stundenplan zugeteilt und müssen eine Anwesenheitsliste bei jeder Vorlesung unterschreiben… Da ist nicht vorgesehen, ein Fach mal in einem anderen Semester zu machen, entweder ganz oder gar nicht gilt bei uns 😉

    Liebe Grüße

    Reply
  • Liyang Zhao 14. April 2017 at 11:04

    Ich finde es super, dass es endlich mal ausgesprochen wurde! Es gibt viel zu viele Student*innen da draußen, die sich vor Lernstress nicht mehr retten können und kurz vor dem Burn-Out stehen. Gerade diesen Menschen, die sich selbst sehr viel Druck machen und zu denen ich auch lange Zeit gehörte, hilft es enorm, die Regelstudienzeit mal nicht so eng zu sehen. Dieser Artikel ist genau das Richtige, um all jenen Mut zu machen, die sich selbst im Leistungsdruck verloren fühlen. Zudem ein wirklich schöner Schreibstil!
    Wenn ihr mehr über das Thema Leistungsdruck und meine persönliche Rettung daraus lesen wollt, schaut doch mal bei „A Nightthinker’s Diary“ vorbei:
    https://nightthinkersdiary.wordpress.com/2017/04/13/das-maedchen-im-spiegel/

    Reply
    • Ana 16. April 2017 at 14:27

      Danke für deinen Kommentar, Liyang!
      Genau diese will ich ansprechen – die Leute, die sich schon selber Druck machen. Die brauchen den von außen dann wirklich nicht noch dazu! 🙂 Danke auch für den Link zu deinem Blogpost!

      Reply
  • Laura 15. April 2017 at 10:07

    Ich finde mich in deinen Argumenten echt wieder. Wenn ich an die nächsten Jahre und mein geplantes Studium denke, fallen mir gleichzeitig noch tausend andere Sachen ein, die ich gerne machen würde. Ich habe eine Leidenschaft fürs Theater spielen und würde wahnsinnig gerne wieder damit anfangen, ich möchte schon ewig lange Italienisch lernen, ich würde so gerne wieder mehr Sport machen, Kurse zum Thema kreatives Schreiben besuchen, Workshops für Blogger, Praktika machen … wenn man erst einmal im Berufsleben ist hat man dafür einfach weniger Zeit. Klar ist es immer noch möglich, aber ich möchte noch so viel wie möglich erleben solange ich jung bin. Dieses „Das kann ich immer noch machen wenn ich älter bin und Geld verdiene“ passt zu manchen Vorhaben einfach nicht. Und ich denke, dass man mit einem guten Zeitmanagment das alles auch miteinander vereinbaren kann – dann eben mit ein, zwei Semestern mehr. Vielleicht sehe ich das Ganze auch lockerer und habe nicht so viel Druck, da ich in der Schule schon ein Jahr wiederholt habe und es absolut nicht schlimm ist, mal ein Jahr zu wiederholen. Lässt man sich Zeit und beschäftigt sich ausführlicher mit dem Studium, behält man davon letztendlich ja auch mehr als durch stumpfes Bulimie – Lernen. Außerdem gehört für mich zu einem Studium auch einfach mehr dazu als nur tagein, tagaus in der Bibliothek zu sitzen. Für mich sind Erfahrungen sammeln, Abenteuer erleben, neue Dinge ausprobieren und sich selbst finden einfach total wichtig – dadurch wird man ja schließlich auch nur reifer.

    Reply
    • Ana 16. April 2017 at 14:29

      Liebe Laura,
      das klingt nach vielen tollen Interessen, die du auf jeden Fall weiterverfolgen musst!
      Ich sehe das so wie du – man sollte nicht alles, was irgendwie Spaß macht, in die Zukunft schieben. Klar, langfristig denken ist wichtig, aber man sollte da die Balance finden, das Jetzt und Hier nicht komplett vergessen. Ich glaube, dass du mit dieser Einstellung ein tolles Studentenleben haben wirst!
      xx Ana

      Reply
  • Weekly Log #9: Yoga-Vibes, Rechtfertigungen & Prag-Pläne - The Disaster Diary 24. April 2017 at 10:13

    […] einigen Tagen habe ich einen Blogpost zum Thema Regelstudienzeit veröffentlicht, welche einen Kommentar provoziert hat, den ich nie im Leben erwartet hätte. Mir […]

    Reply
  • Jana 25. April 2017 at 21:37

    Puuh, ich verstehe deinen Ansatz, aber finde es dann doch schwierig, wenn eine Studentin im 2. Semester über Regelstudienzeit Auskunft geben will.
    Natürlich ist es in kein Drama, wenn man ein oder vielleicht zwei Semester ranhängt. In Studiengängen wie Maschinenbau und Co ist das ja beinahe normal. Aber es kommt eben sehr darauf an, warum man länger macht. Ein Praktikum macht sich super im Lebenslauf. Wenn man jedoch immer wieder eines macht, erweckt das den Eindruck, dass man nicht fertig werden möchte oder den Berufsstart heraus zögert. Und ein Jahr länger zu studieren, nur weil man mehr Freizeit und bessere Noten will. Bin mir nicht sicher, ob sich das später für einen auszahlt. Außerdem kostet jedes Semester, dass du studierst, dem Staat Geld. Die Regelstudienzeit deutlich zu übersteigen, ist also auch asozial für die Gemeinschaft.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Auf gar keinen Fall Stress machen und sich sein eigenes Tempo suchen. Aber eben auch nicht zu viel rumtrödeln 🙂

    Reply
  • Leave a Reply

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Meet Ana

    • 💫💫💫 @cafehueftgold #cafe #düsseldorf #interior #coffeetime #coffee #coffeelover
    • If not me, who? If not now, when? - Emma Watson in her speech for #heforshecampaign 2014 🎉👌🏻 #gowatch #berlin #berlinmitte #citytrip
    • morning reads 🌑🌘🌗🌖🌕
    • Fast ein Jahr her 👆🏻, aber keine Sorge. Nächster Trip mit @laura_longwitz schon in Planung! 😌🙃🔜 #reisemuffel #reisetrotzdem #travel #city #rome #prague #bestfriends #foreveeeeeer!!! ♥️
    • Happy #humpday 🥂 dieses Mal mit Apfel-Walnuss-Zimt Overnight Oats, Kuschelpulli 👘 und nackten Füßen im Instafoto #sorrynotsorry ♥️
    • Gefunden bei @bymariandrew // Vielleicht macht man sich etwas weniger Sorgen, wenn man das im Hinterkopf behält. 🍩 worry! #illustration #reminder #sayings #sharethelove
    • Regenbogenessen bei @daluma.official mit meiner allerliebsten @thisisgreta 🌈 hätte mir keinen besseren Abschluss dieser anstrengenden Woche #togo vorstellen können! #berlin #food #healthy #latergram
    • 🌺 when in doubt wear pink! #ootd #interior #spring
    • Life unfiltered 🌈 Chaos, dreckiger Spiegel und keine Schuhe, die zum Outfit passen ☀️ #firstworldproblems