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3 außergewöhnliche Lernstrategien, die einen Versuch Wert sind

Ana - 28. März 2017

Jeder kennt es, keiner liebt es. Lernen muss halt sein – in der Schule, an der Uni und auch später, wenn man im Beruf ist. Eine gute Vorbereitung ist eigentlich nie veraltet. Ich selbst verfolge dabei immer Schema F aka: Ich schreibe mir Lernzettel (Hier gehts zu dem Lernzettel Guide) und lese sie mir dann durch. Während meiner letzten Klausurenphase bin ich allerdings auf ganz verschiedene Lernmethoden gestoßen. Im Folgenden findet ihr drei Lernstrategien, die ich gar nicht so schlecht finde. Einen Versuch im kommenden Semester sind sie definitiv Wert!

Sich selbst ein Hörbuch erstellen

Die meisten Menschen, die ich kenne, gehören zu den Schreib-Lerntypen. Sie müssen den Stoff wieder und wieder schreiben, um ihn dann gut behalten und abrufen zu können. Auch ich würde mich dazu zählen. Allerdings kann einem das manchmal zu Verhängnis werden. Dann zum Beispiel, wenn man Massen an Stoff lernen muss und durch das Wiederholte Schreiben einfach zeitlich nicht hinterherkommt. Bei Klausuren für die so viel Stoff anfällt, muss meist dann aber nicht alles ins Kleinste Detail gekonnt werden. Für diese Fälle und auch dann, wenn man sich ganz klar dem Auditiven Lerntypen zuordnen würde, eignet sich die Hörbuch-Methode. Ablauf? Nachdem man sich etwas in das Thema eingearbeitet hat, erklärt man sich dieses einmal ganz ausführlich selber – und nimmt sich dabei auf. Die Methode verbindet zwei schlaue Gedanken: Einerseits, dass man durch das Erklären des Stoffes, diesen noch besser verankert, und andererseits, dass man, sich selbst immer der beste Lehrer ist, da jeder andere Gedankengänge hat und anders an Themen heran geht. Wenn man dann Wochen später im Zeitdruck versinkt und man mal den Schreibtisch verlassen will, lauscht man seinem eigenen Podcast-Kurs beim Spazieren gehen oder, während man „faul“ im Bett liegt.

Digitale Karteikarten mit Brainyoo

Karteikarten. Old, but gold. Und einfach komplett unterschätzt. Vor allem von mir. Bis vor wenigen Monaten dachte ich noch, dass man mit Karteikarten nie im Leben mehr als nur Vokabeln lernen kann. „Den Kontext, das Drumherum brauch ich doch auch, um den Stoff zu verstehen“, ist wohl der größte Kritiker der Karteikarten (abgesehen, von der Faulheit sich diese zu schreiben, aber das ist eine ganz andere Geschichte). Letztendlich glaube ich aber, dass Karteikarten eine gute Methode sind, um nach dem eigentlichen Lernen nochmal kreuz und quer Wissen abzufragen, ohne dass man das gesamte Thema ausführlich wiederholen braucht.

Schwierige Begriffe oder Abläufe von Prozessen kann man damit prüfen, genauso aber auch die Antworten auf ganze Prüfungsfragen. Falls ihr an Altklausuren und alte Prüfungsfragen kommt, dann könnt ihr diese auch auf die Karteikarten schreiben – schließlich ist es sehr wahrscheinlich, dass dieses Jahr einige der alten Fragen wieder in der Klausur auftauchen. Da kann es nicht schaden, wenn man direkt eine Antwort parat hat.

Wer nicht so Lust hat, mit der Hand Karteikarten zu schreiben, probiert mal die kostenlose App Brainyoo aus. Mit dieser könnt ihr ganz einfach digitale Karteikarten erstellen und mit jedem eurer Geräte synchronisieren. So könnt ihr euch zwischendurch auch mal auf dem Handy abfragen, während ihr an der Haltestelle auf den Bus wartet, oder eine nervige Zugfahrt vor euch habt.

Gedächtnispalast

Diese Methode ist für mich noch ein absolutes Mysterium, weshalb hier jetzt keine anschauliche und detaillierte Erklärung folgt. Dennoch finde ich das Thema „Gedächtnispalast“ so spannend, dass ich euch die Idee keineswegs vorenthalten kann. Bei dem Gedächtnispalast geht es darum, das zu erlernende (meist abstrakte) Wissen mit Vorstellungsbildern zu verbinden und bildlich zu organisieren. Meist platziert man es im Geiste zusätzlich in einem Raum seines Gedächtnispalastes, zu dem diese Information gut passt. Eine gute Freundin hat so beispielsweise ihre Lernzettel zu der DNA (für die Bioklausur) mit dem Kochbuch verbunden, welches in ihrer Küche steht. Wie auch ein Kochbuch liefert die DNA quasi das Rezept für die Zubereitung von Proteinen und Co. Aus dem Teppich machte sie den Interzellularraum und so weiter. Bei dieser Methode baut man quasi ständig Eselsbrücken und verbindet diese untereinander, sodass alle einzelnen Räume/Eselbrücken insgesamt einen ganzen Palast bilden. Ich hoffe ich habe das jetzt richtig erklärt.

Die Gedächtnispalast-Methode ist keine kurzfristige Last-Minute Lernmethode für den Abend vor der Klausur, an dem man sich so viel Wissen wie möglich a la Bulimielernen einprügeln will. Stattdessen handelt es sich dabei um ein Schema bzw. die Art und Weise, wie man Dinge generell im Gedächtnis speichert. Dieses Schema muss man sich in einem langen Zeitraum aneignen, was zunächst viel Konzentration und eine Umstellung erfordert. Ist es aber einmal verinnerlicht, so soll jegliches Lernen und Einprägen viel schneller und auch viel effektiver auf Langzeit erfolgen.

Ich habe euch einige Links dagelassen, falls ihr das Thema genauso spannend findet wie ich. Ob ich diese Methode ausprobieren werde – ich weiß es nicht. Aber bewundern tu ich alle ungeheim, die ihr Gedächtnis so gut im Griff haben. Übrigens: Diese Methode und Abwandlungen dieser kommen oft in Krimis usw. vor, wenn sich ganz intelligente Kommissare, Bösewichte etc. an irgendetwas erinnern wollen. Sie tun das dann systematisch mit einem Spaziergang durch ihren Gedächtnispalast.

Quellen (mit Klick auf den Link gibt es mehr über den Gedächtnispalast)

Wie lernt ihr am besten? Habt ihr eine der Lernstrategien schonmal ausprobiert? Nutzt ihr eine andere, die nicht jeder kennt? xx Ana

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2 Comments

  • Tabea 29. März 2017 at 18:12

    Ich habe auch so meine eigene Lernmethode, die ich seit 4 Jahren anwende und eigentlich nicht umwerfen will: Zusammenfassung der ganzen Unterlagen am PC tippen, getippte Zusammenfassung von Hand erneut zusammenfassen, handschriftliche Zusammenfassung immer und immer wieder durchlesen.

    Das mit dem Hörbuch ist schon eine spannende Idee – vielleicht probiere ich das mal für Spaziergänge aus. Karteikarten dagegen konnte ich noch nie ausstehen und werde die auch nicht erneut ausprobieren. Und das mit dem Gedächtnispalast ist mir wohl auch zu komisch… also ich hätte einfach nicht die passenden Ideen für Verknüpfungen.

    Liebe Grüße

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  • Monatsrückblick März und April 2017 - Habutschu! 30. April 2017 at 05:53

    […] 3 ungewöhnliche Lernstrategien von Ana & Tipps für entspannte Familienfeiern, obwohl man sich anders als der Rest ernährt, […]

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