Life Update

Life Update oder: Vom Studium, dem Auf-Sich-Aufpassen und der jährlichen Oktobererkältung

Ana - 30. Oktober 2016

Aloha, meine Lieben ich bin zurück. Mit dieser optimistischen Begrüßung versuche ich auch mir selber etwas gute Laune einzuhauchen, denn auch wenn ich immerhin motiviert genug bin, um mich an den Laptop zu setzen und The Disaster Diary etwas Leben einzuhauchen, könnte alles etwas besser laufen. Eine Erkältung rafft mich für dieses Wochenende dahin und noch dazu muss ich jede freie Minute, in der ich nicht schlafe, den gigantischen Berg an Studien ablesen, den mir die ersten 4 Tage an der Uni bereits aufgetischt haben. Ihr wollt mehr von meinem Gejammer? Hier entlang.

Von Anfang an

Nur ein kleiner Spaß – heute werde ich euch nicht volljammern. Zumindest nicht nur. In den letzten Wochen ist unglaublich viel Tolles passiert, was natürlich auch zur Sprache kommen soll. Angefangen mit meiner Orientierungswoche (kurz: O-Woche), die jegliche Erwartungen übertroffen hat. Ihr wisst schon, bei diesem NC den Psychologie in Münster hat, war ich mir nicht so sicher, wie die Feierlaune bei unserem Studiengang sein würde. Doch ich wurde positiv überrascht (und muss in Zukunft definitiv meine Vorurteile zurückschrauben). Auch wenn ich mich schon nach dem ersten Abend gefragt habe, wie ich nur eine ganze Woche mit Tagen wie diesen überleben sollte, habe ich mich letzten Endes nicht schlecht geschlagen und wirklich jeden Veranstaltungspunkt besucht – inklusive einer unnötigen Bibliotheksführung um 10:30 nachdem die Kneipentour am Vorabend etwas ausgeartet ist.

Alles in allem: Falls ihr auch vorhabt zu studieren – freut euch auf eure Orientierungswoche. Egal, wie unmöglich euch noch ein weiterer Abend mit Club und zu vielen Menschen erscheint – haltet durch. Es ist nur eine Woche und ihr werdet es nicht bereuen! Wappnet euch aber dafür, dass ihr danach erst mal das Wochenende krank im Bett verbringen werdet. Und bleibt dann auch bitte im Bett, sonst endet ihr wie ich, und schleppt die miese Erkältung eine Woche später immer noch mit euch rum.

Gestatten, mein Studium – Klappe Eins

Als ich meinen Stundenplan gesehen habe, musste ich fast lachen. Der Stundenplan der Psychos ähnelt einem Schweizerkäse und besteht mehr aus Freistunden, als  aus Veranstaltungen. Doch dann druckte ich mir die Studien aus, die wir für unsere Seminare vorbereiten müssen und sah der Panik ins Auge. 22 Seiten englischsprachige Studie nur für ein einziges Fach. Ich kann euch gar nicht mehr sagen, wie viele „Lernpausen“ ich gemacht habe, ehe ich komplett durch war. Dann kam die Vorlesung zur Biologischen Psychologie und ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie die Dozentin durch die Folien flog. Am Ende dieser Woche sehe ich nur eins ganz scharf: Den Wäscheberg an Aufgaben, der über mir liegt und mich beinahe erdrückt. Und dabei wollen wir mit dem wortwörtlichen Wäscheberg noch gar nicht anfangen. Insgesamt also eine Woche der blanken Überforderung, allerdings auch eine sehr sehr schöne Woche mit vielen neuen Menschen, langen Quatschereien und eiskalten, aber unglaublich herbstlichen Märschen zum nächsten Supermarkt. Ich fühle mich zwar etwas aus der Form und definitiv NICHT im Leben stehend, aber das ist okay, denn es geht mir gut. 🙂

Was es heißt, auf sich aufzupassen

Eigentlich hatte ich für dieses Wochenende ziemlich tolle Pläne, die mir meine Erkältung dann aber zunichte gemacht hat. Eigentlich hätte ich eine Ibu eingeworfen und wäre trotzdem ausgegangen, doch dann bin ich bei Pinterest auf ein Foto mit der Schrift „Learn to Love Taking Care of Yourself“ gestoßen. Ich lebe nicht mehr bei meinen Eltern, niemand wird mich davon abhalten, auch krank noch nachts durch die Straßen zu ziehen. Heißt das auch, dass es richtig ist? Ich weiß, wie es sich anfühlt monatelang am Stück krank zu sein, weil ich mich weigere mich länger als einen Abend auszuruhen, um ja nichts zu verpassen. Totaler Quatsch, denn den ganzen Herbst erkältet zu verbringen, ist bullshit, genauso wie der krankhafte Wunsch auf jeder Hochzeit zu tanzen. FOMO sucht auch mich heim, öfter als mir lieb ist. Dieses Wochenende aber nicht und anstatt den tollen Abend zu bedauern, den ich jetzt verpasse, mache ich mir ganz vernünftig eine große Tasse Tee, schaue eine neue Folge New Girl an (habe ich gestern für mich entdeckt) und versuche gesund zu werden. Die nächsten Wochen halten schließlich auch tolle Abende bereit – die auch nur halbherzig mitmachen zu können, wäre zu schade.

TDD & Kooperationen

Ich bin ein sehr sehr offener und ehrlicher Mensch, manchmal sogar bis hin zu einem Grad, der mir selbst ins Fleisch beißt. Dennoch finde ich, dass Ehrlichkeit eine Eigenschaft ist, die dem Prinzip von Blogs zugrunde liegen sollte. Aktuell vor allem auf das Thema bezahlte Blogposts und Kooperationen mit Unternehmen bezogen. Bisher habt ihr nichts verpasst, denn in den letzten 6 Monaten (jaja, TDD ist bald schon 6 Monate alt <3), in denen The Disaster Diary existiert, habe ich hier nur geschrieben und geteilt – kein Geld gemacht. Die Anfragen auf Kooperationen haben oft nicht gepasst, waren entweder thematisch komplett daneben oder kamen von Firmen, die meinen Prinzipien widersprechen, vor allem was Tierversuche in der Kosmetik und Leder in der Modeindustrie angeht. In dem letzten Monat kamen jedoch auch Firmen mit Projekten auf mich zu, die mir ziemlich ziemlich gut gefielen und auf deren Grundlage mir direkt eine Handvoll spannender Post Ideen in den Kopf schossen. Ein gutes Zeichen, nicht?

Ich selber schätze all die Blogs sehr, die so offen mit ihrem Business umgehen und regelmäßig Blicke hinter die Kulissen gewähren. Daher mache ich das hier genauso. Auf welche Art und Weise, weiß ich selbst noch nicht, aber falls ihr irgendwann Fragen zu der Arbeit hinter dem Blog habt, könnt ihr diese gerne stellen.

Food & Fitness

Lange Zeit ging mir das ganze Gerede über Ernährungsweisen und Sport ziemlich auf den Senkel, doch seit ich hier in Münster wohne und ich täglich mitkriege wie mein Mitbewohner motiviert laufen geht, habe ich doch Lust mich wieder mehr mit diesen Themen zu beschäftigen. Habt ihr schonmal was von der Starch Solution gehört? Zu diesem Ernährungsprinzip sammel ich momentan nämlich alle Infos, die ich in die Finger bekommen kann. In Kurz: The Starch Solution ist vegan, high carb und low fat, basiert auf größtenteils stärkehaltiger Nahrungsmittel und setz auf möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Leider findet man online nicht besonders viel zu der Starch Solution, was schade ist, denn an Beiträgen zu Low Carb, Paleo, oder auch rein rohen Ernährungsweisen mangelt es durchaus nicht. Daher lese ich derzeit sehr eifrig in E-Books und Büchern (die jetzt, wo ich sie selbst bezahlen muss, tatsächlich viel zu teuer sind!) nach und freue mich, euch demnächst mal einige Rezepte und Erfahrungsberichte hochzuladen. Hat jemand von euch vielleicht schon von der Starch Solution gehört?

Halloween

Last, but not least, muss ich natürlich auch etwas über Halloween sagen. Ja, ich feiere dieses Jahr an Halloween. Nein, ich feiere nicht Halloween. Ich bin nicht dagegen, allerdings fühle ich mich dieser Tradition auch nicht zugehörig, wie das wohl die Amerikaner tun, die damit aufgewachsen sind. Da der 1.11. in NRW aber immer frei ist und jeder Club in Münster seine Pforten öffnet, verschanze ich mich ganz sicher nicht in meinem Zimmer und poste Anti-Halloween-Sprüche auf Twitter. Kostümmäßig bin ich dennoch ziemlich unmotiviert, sodass ich dieses Jahr wohl keine Black Swan oder Red Riding Hood werde, wie eigentlich geplant. Dafür müsste ich ja noch los und Schminke und Klamotten kaufen, neeeeee. Stattdessen gehe ich als Bankräuber, krame eine schwarze Jeans, ein Streifenhirt und einen alten Jutebeutel raus und gut ist. Irgendwer wird mir wohl schwarze Handschuhe leihen können. 😀 Falls ihr selber noch auf der Suche nach einem Last Minute Kostüm seid – Bankräuber ist wirklich super easy. Ansonsten hat Pinterest noch viele tolle Ideen auf Lager – seit es Pinterest gibt, müssen Menschen wie ich ihre Kreativität kaum noch anstrengen. Das Leben ist schön.

Die letzten Wochen in Links

Die nächsten Wochen in Worten

hoffentlich mehr blogaktiv. etwas organisierter. bitte etwas sonniger. ohne Halsschmerzen und weniger in meinen vier Wänden umgeben von einem Berg an Taschentüchern. mit dem Durchblick bei Biopsychologie. und gleich einem leckeren Baked Oatmeal mit Apfel und Zimt mhhhm. So ich bin dann mal in der Küche und zaubere mir Frühstück, eine große Tasse Kaffee … und nehme mir einen der Textstapel mit an den Tisch. Vielleicht wird das heute ja ganz produktiv. Wünscht mir Glück – und genießt euren Sonntag! xx Ana

breaki5

P.S.: Da seht ihr mein morgendliches Set-Up. Natürlich läuft YouTube nebenbei. Wenn ihr Sammi (Samantha Maria) noch nicht kennt, dann habt ihr etwas aufzuholen. Meine liebste Youtuberin seit la – ngem.

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5 Comments

  • Mara 30. Oktober 2016 at 10:57

    Klingt nach einer seeehr genialen O-Woche!
    Ich war damals auch dezent zerstört, obwohl ich gar nicht mal bei so vielen Sachen war – aber es hat anscheinend gereicht!
    Von der „Starch Solution“ habe ich auch schon oft gehört, weil das ja vor allem auf Instagram total verbreitet ist. Finde ich echt interessant, aber ich liebe meine Cashewbutter etc. viel zu sehr, um das wirklich durchziehen zu können glaube ich 😀

    Und ohje – dann hoffe ich, dass ihnen meine Rezepte auch gefallen! 😀 Musst du mir dann unbedingt berichten!

    Liebe Grüße!

    Reply
  • Tabea 31. Oktober 2016 at 19:56

    Mein erstes Semester hat ja auch diesen Herbst angefangen… aber wir sind nur 23 Studierende hier in der Außenstelle der dualen Hochschule. Dementsprechend gab es in der Einführungswoche nur ein Frühstück über 3 Stunden mit 3 Studenten aus dem Semester über uns, die uns alle Fächer erläutert haben, und sonst nur normale Vorlesungen. Zur einzigen Semesterfete hätten wir alle 2h hin- und anschließend auch wieder zurück fahren müssen, da es eben nur eine für ALLE Außenstellen gab… Tja, haben wir alle gelassen. Und da wir eben auch alle bis zu 30 Minuten in die Stadt fahren, wo wir studieren und kaum wer wirklich da wohnt, haben wir uns auch abends nicht mehr getroffen, da wir ja meist um halb 4 Schulschluss hatten… aber das deine O-Woche so gut war, freut mich 🙂
    Löchrig ist mein Stundenplan aber nicht: 38 bis 40 Wochenstunden, 6 Tage die Woche. Und ich muss jede Vorlesung noch mal nacharbeiten, auch wenn der Anspruch bei uns angeblich eher gering ist.

    Gehört habe ich von der Starch Solution auch schon mehrmals… schau mal auf Youtube, da findest du auch Videos dazu. Ich selbst habe aber eher wenig Ahnung davon – aber es ist das einzige Ernährungskonzept, was mir noch halbwegs zusagt, da ich eben Kartoffeln über alles liebe und es blödsinnig finde, beispielsweise gekochtes zu verteufeln. Für mich ist das aber trotzdem nichts, da ich das Gefühl habe, Fett zu brauchen, da ich sonst als Skelett mit Hautüberzug ende (Ich bin ja schon recht dünn und hatte auch schon Probleme mit Haarausfall und brüchigen Nägeln…).

    Haloween habe ich noch nie gefeiert. Irgendwie reizt mich das einfach nicht – das überlasse ich gern allen, die sich gern verkleiden, gern Gruselfilme schauen und gerne dekorieren. Ich bin nur froh, dass hier niemand geklingelt hat, um Süßigkeiten zu verlangen – habe nämlich keine da. Achja, und frei ist hier morgen auch nicht, was ich seeehr unfair finde.

    Liebe Grüße

    Reply
  • Jenny 1. November 2016 at 19:27

    Ich bin gerade über Hannah Gales Blog auf deinen gestoßen, was wunderbar ist, denn mir gefällt dieser Blogpost sehr. Und Daumen hoch für’s studieren in Münster 🙂 Da ich aus Münster komme, kann ich es immer wieder verstehen wieso es Menschen dort hin zieht 🙂 Hier in Berlin ist der 1.11 leider kein Feiertag aber wie du hat mich die Herbsterkältung auch etwas ergriffen. Kennst du das wenn man nur so halb krank ist, also nicht krank genug um den ganzen Tag im Bett zu liegen aber in der Vorlesung doch nicht so 100 % da ist?
    Obwohl ich schon eine Weile nicht mehr zuhause wohne, fällt es mir immer noch schwer mir selbst einzugestehen doch mal piano zu machen und einen Tag zuhause zu bleiben. Ich finde es deswegen sehr vernünftig von dir, zuhause zu bleiben und dich richtig auszukurieren! 🙂
    Schöne grüße an das schöne Münster und ich freue mich auch schon auf deinen nächsten Post 🙂

    Reply
    • Ana 2. November 2016 at 00:36

      Hey Jenny – aiaiai Münsteranerin, die in Berlin wohnt. Mein nächstes Wohnziel wäre tatsächlich sogar Berlin 🙂

      Ja, das kenne ich genau – so ging es mir in der letzten Woche und man verschleppt die Erkältung einfach zu 110%.
      Liebe Grüße zurück & vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Reply
  • ceyourgoals by Celine 11. November 2016 at 22:41

    Ich lese solche Beiträge super gerne 🙂 Ein Beitrag zum Alltag, perfekt 🙂 Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!
    Alles Liebe,
    Celine

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