Maries Monthly Log #2: Zeitvergessen, Maastricht & Schreibfieber

Marie - 2. Mai 2017

Hilfe, geht das schnell! Ich habe das Gefühl, erst gestern meinen letzten (und ersten) Monthly Log geschrieben zu haben. Seitdem ist aber schon wieder ein ganzer Monat vergangenen! Wie war euer April? An meiner Uni begann Mitte April die Vorlesungszeit – dass ich das letzte Mal in einer Vorlesung gesessen hatte, fühlte sich zu diesem Zeitpunkt auch schon ewig lange her an. Die zwei Monate Semesterferien sehen in meinem Kopf aus wie ein einfarbiger, aber aufregender Brei aus Erinnerungen: Ich habe mein Zeitgefühl ganz verloren und wenn ich zurückdenke, kann ich oft gar nicht einordnen, wann ich eigentlich nach Italien gefahren bin und wann ich meine letzte Klausur geschrieben habe. Da bin ich glatt ein wenig froh, dass mit der Vorlesungszeit wieder etwas Routine in meinen Alltag mit einzieht – jedenfalls war ich das, bis mir auffiel, wie viele Referate ich in diesem Semester halten muss, wie viele Klausuren zu schreiben sind und wie viele Hausarbeiten noch dazu kommen. Aber bevor wir in die Zukunft blicken: Hier zuerst einmal mein April!

Vom Zeitvergessen

Kennt ihr das, wenn die Zeit einfach egal ist? Eigentlich sollte man dieses Gefühl wohl in den Semesterferien haben. Vielleicht hatte ich es da auch, aber aufgefallen ist es mir nicht. In der ersten Woche vor der Uni, in der aber nur wenige Vorlesungen und Seminare stattfanden, habe ich dafür umso stärker gemerkt, wie ich in den Semesterferien durchatmen konnte. Wenn ich mit Freunden essen war, wenn wir in der Bibliothek erste Bücher gesucht haben oder wenn wir einfach nur im Unicafé gesessen haben, hatte ich zum ersten Mal seit langer Zeit nicht mehr das Gefühl, die Uhr im Blick halten zu müssen, da ich noch unendlich viel zu erledigen hatte. Viel mehr fühlte es sich so an, als wäre es doch egal, was ich an diesem Tag machte, solange ich mich dabei gut fühlte. Ein Gefühl, das ich wirklich zu schätzen gelernt habe!

Semesteranfang & Hausarbeiten

Stressig ist das Studentenleben aber schon, finde ich. Kaum in einem anderen Lebensabschnitt hat man wohl Zeit, um am Mittwochmorgen einmal auszuschlafen oder am Donnerstagabend schon feiern zu gehen. Gleichzeitig könnte man aber theoretisch gesehen jederzeit etwas für die Uni tun: den Text für das nächste Seminar vorbereiten, für die anstehende Hausarbeit recherchieren oder Lerninhalte auf Karteikarten schreiben – so richtig frei hat man nie. Ich liebe es trotzdem zu studieren! Ich liebe die Inhalte meines Studiums einfach so sehr, dass es mir nichts ausmacht, noch einen Text zu lesen – meist zumindestens. Mal schauen, wie lange das anhält! 😉

Auf nach Maastricht

Wir sollten alle viel mehr Tagestrips machen, finde ich! Gleich zum Aprilanfang bin ich mit zwei Freundinnen nach Maastricht gefahren, eine Stadt, die ich schon lange mal sehen wollte. Mein Fazit: Diese Stadt ist ganz schön klein. Ich habe vorher mit dem Gedanken gespielt, dort vielleicht meinen Master zu studieren, aber ich glaube, ich brauche etwas größere Städte, um mich wirklich wohl zu fühlen. Dennoch: Mein neuer Geheimtipp für Tagestrips! Für einen Nachmittag ist die Stadt mit dem schönen Fluss und den schönen Brücken, den kleinen Cafés und der süßen Innenstadt nämlich wirklich schön. Außerdem: Alle, die ein NRW-Studententicket besitzen, kommen damit kostenlos bis nach Aachen, von wo aus ein Hin- und Zurückticket nach Maastricht nur 8,50 € kostet. Das ist doch mal ein Schnäppchen, oder?

Gesehen: Thirteen Reasons Why

Gibt es eigentlich jemanden, der diese Serie im Moment nicht schaut? Ich bezweifel es. Vor einigen Jahren habe ich einmal das Buch angelesen, aber es hat mir leider gar nicht gefallen und ich habe es nicht einmal beendet. Die erste Folge der Serie habe ich eher nebenbei beim Lernen geschaut und war ebenso wenig beendet. Hätte meine Mitbewohnerin (und Ana!) mir nicht erzählt, dass sie die Serie gerade auch schaut, hätte ich wahrscheinlich ganz vergessen, dass ich sie überhaupt begonnen hatte. Ab der dritten Folge hat es mich dann aber doch noch wirklich gepackt: Spannend ist sie wirklich! Obwohl ich sie total gerne bis zum Ende geschaut habe, kann ich die Diskussion darum aber auch verstehen: Ich finde es ebenso nicht richtig, Suizid darzustellen, als gäbe er immer die Möglichkeit, sich zu rächen, und als wäre er der richtige Weg, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Was meint ihr?

Schreibfieber

Ich hatte selbst nicht damit gerechnet, aber mich hat in der vorlesungsfreien Zeit dann doch noch das Schreibfieber gepackt. In der Woche vor Ostern bin ich mit meiner Familie in den Urlaub gefahren und in der Zeit davor fühlte es sich so an, als wäre die Uni noch Ewigkeiten entfernt. Ehe ich mich versah, saß ich dann wieder vor meinem Laptop, hab ein altes, bereits angefangenes Manuskript hervor geholt und bin so weit gekommen, dass inzwischen ein Drittel der Rohfassung steht. Eigentlich hatte ich gehofft, dass mich das motivieren würde, auch in der Vorlesungszeit mehr zu schreiben, aber danach sieht es im Moment eher nicht aus – aber noch hoffe ich auf entspannte Pfingstferien!

Wie wäre es mal mit Lyrik?

Habt ihr schon einmal Lyrik geschrieben? Ich habe früher im Tagebuch-Stil Gedichte gefasst, aber lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass mir dazu die Zeit fehlt. Im Moment habe ich eher das Gefühl, dass mir dazu ein schönes Notizbuch fehlte: Ich brauche einfach so ein hübsches Büchlein, in das ich schreiben kann! Das habe ich kurzerhand gekauft und brauche jetzt nur noch Zeit, um die kleinen Sätze, die ich sonst auf What’sApp eintippe und mir selbst schicke, zu übertragen. Eigentlich denke ich immer zum Frühling wieder: Lyrik ist schon etwas Schönes!

Letzte Chance: Feedback

Falls ihr es noch nicht getan habt, könnt ihr gerne den Feedbackbogen ausfüllen. Unter anderem könnt ihr dort auch bewerten, wie ihr die Gastbeiträge findet (also alles, was nicht von Ana geschrieben wird). Also: 5 Minuten Zeit nehmen und kurz eure Meinung dalassen!

Wie war euer April? xx Marie

Beitragsbildung: Unsplash / Thought Catalog

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6 Comments

  • Tabea 2. Mai 2017 at 18:49

    Routine gibt mir meine Hochschule gar nicht, denn der Stundenplan ändert sich wöchentlich und die Zeiten sind ganz unregelmäßig und es sind grundsätzlich 6 Tage-Wochen, wobei ab und zu mittendrin was frei ist. Da sind Semesterferien geregelter, denn dann muss ich im Partnerunternehmen arbeiten.

    Das Gefühl, dass ich Zeit habe und nur genießen brauche, bringt mir mein Pony regelmäßig – und die Kaffeetreffen bei meiner Oma mit meiner Mama und meiner Schwester 🙂 Etwas wirklich schönes!

    HIER ist jemand, der die Serie nicht schaut! Ich schaue nämlich keine Serien… aber das Buch dazu fand ich wirklich gut.
    Wie schickt man denn in Whatsapp was an sich selbst? Das habe ich mir schon oft gewünscht, aber weiß nicht, wie das geht…

    Liebe Grüße

    • Marie 2. Mai 2017 at 19:35

      Hey Tabea,

      das klingt sehr anstrengend! Duales Studium ist halt schon ein ganz schön anderer Aufbau. Wir machen zwar auch eine Menge Praktika in den Semesterferien, da wir uns die aber selbst organisieren müssen, können wir auch mal entspannen – hat alles seine Vor- und Nachteile 😉
      Das mit deinem Pony klingt super! Solche Rituale sollte man sich wirklich nehmen im Leben. Und ziemlich cool, dass es noch Menschen gibt, die die Serie nicht anschauen! Ich habe das Buch auch angelesen und fand es ganz blöd geschrieben – aber so etwas ist immer Geschmackssache.
      Zu What’sApp: Ich glaube, dass das vom Handy abhängig ist. Ich hatte einmal ein Nokia-Handy, das immer verrückt spielte, wenn ich mir selbst etwas schreiben wollte. Ansonsten speicherst du aber einfach deine eigene Nummer in deine Kontakte ein, suchst den Chat mit dir selbst aus und machst dir Notizen – wobei eine einfache Notiz-App natürlich auch funktioniert 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Marie

  • Kati 4. Mai 2017 at 09:37

    Hihi, der Whatsapp-Tipp ist ja Gold wert 😀 ich hab seit kurzem ein neues Hany, und das scheint keine eigene „Kurznotizen-App“ mehr zu haben, furchtbar! Jetzt, wo ich das tippe, denk ich mir, ich könnte dafür ja eigentlich auch einfach eine App runterladen… oh Mann 😀

    Wie dem auch sei, ich wollte mich eigentlich nur kurz zu der Serie äußern: ich fand die so schnarchlangweilig, dass ich nach 2 Folgen abgebrochen habe. Das Buch war super spannend, deswegen hatte ich mich eigentlich auch drauf gefreut, aber die Umsetzung war so absolut nicht packend für mich… schade. Hatte ich so nicht erwartet 🙂

    Liebe Grüße!

    • Marie 5. Mai 2017 at 15:12

      Hey Kati,

      wie witzig: Ich hab immer gedacht, alle würden sich ständig selbst What’sApp-Nachrichten schicken 😀 Und wirklich witzig mit dem Buch! Wie gesagt, ich fand den Roman ganz langweilig, die Serie aber doch spannend. Ich glaube, schon allein weil das Thema so sensibel ist, ist es eben auch wirklich Geschmackssache 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Marie

  • Laura 5. Mai 2017 at 12:22

    Toller Post!
    Maastricht ist wunderschön, da hast du Recht. Kann ich jedem nur empfehlen!
    Liebe Grüße,
    Laura von http://consultlaura.blogspot.de/

    • Marie 5. Mai 2017 at 15:12

      Liebe Laura,

      da hast du wirklich recht – Maastricht ist für einen Tagestrip wirklich super!

      Ganz liebe Grüße,
      Marie

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