Monday Post: Reisen, Instagram und Selbstlosigkeit

Ana - 30. Mai 2016

Back in town: Seit gestern bin ich wieder zurück in Deutschland und mein erster selbstgebuchter Urlaub nach Rom gehört der Vergangenheit an. Erst als ich gestern Abend mit einer Freundin in der Stadt unterwegs war, ist mir aufgefallen, wie sehr ich Rom jetzt schon vermisse! Auch wenn ich nur 7 Tage in der Hauptstadt von Bella Italia verbracht habe, fühlt es sich an, als hätte ich mich komplett an das Leben dort gewöhnt. Fotos bekommt ihr natürlich alle noch in Zukunft ;), aber kurzgefasst: Die Zeit war traumhaft! Wir haben uns die Füße wund gelaufen, und einen Sonnenbrand auf der Nase bekommen, wir sind nicht selten an unserem Englisch verzweifelt und haben Haferflocken und Kartoffeln vermisst, ABER Roms Top Sehenswürdigkeiten haben wir mit Bravour abgearbeitet, viele kleine italienische Gewohnheiten aufgeschnappt und unser Fernweh wurde nun für allemal entfacht. Ich merke immer wieder: Großstädte sind es, die mein Herzentfachen – lies: 18 Anzeichen, dass du ein Citygirl bist.

Was kommt noch? Ich muss sagen, ich habe meinen Laptop schmerzlich vermisst. Täglich haben uns Roms Gassen mit so viel Kamerafutter versorgt, dass ich mich abends am Liebsten in eines von Trasteveres Cafes gesetzt und ein Gedankenballett getippt hätte. Und jetzt bin ich wieder in meinem Zimmer in Deutschland und ich habe zwar einen Laptop und vieeeel über das ich schreiben will, aber keine Instant-Inspiration. Memo an mich selbst: Handy kann man im Urlaub gerne ausmachen, den Laptop zum Schreiben an jedem Tagesanfang und -ende brauche ich dennoch.

Diese Erkenntnis kann ich schon am Ende der Woche nutzen, wenn es nach Griechenland geht. Nein, kein Strandurlaub dieses Mal, aber dennoch freue ich mich auf die Reise. Stressig wird es nur wieder mit dem Vorschreiben der Post für diese Tage #mimimi.

6 11By the way: Kussi an alle, die mir die Däumchen für die Abiballkleidsuche gedrückt haben. Ihr werdet es kaum glauben, aber ich bin tatsächlich fündig geworden. Komplett erleichtert darf ich noch nicht sein, denn ich muss auf jeden Fall noch einmal zur Schneiderin mit dem modischen Meisterwerk, aber schließlich ist der Kauf des Kleides schon mal mehr als ein Mäuschenschritt in die richtige Richtung. Danach kümmere ich mich um die Schuhfrage und hoffe, bis Mitte Juni alles für den Abiball zusammenzubekommen. Kaum zu glauben, aber das Lernen für die Abiturklausuren ging mit weniger Aufwand daher!

Social Media an die Macht: Vielleicht bin ich die Einzige, die bei dieser Nachricht überrascht die Stirn runzeln musste, aber die Bloggerin Aimee Song veröffentlicht Ende des Jahres ihr Buch „Capture Your Style“, in welchem sie darüber schreibt, wie man die Qualität seines Instagram Feeds optimieren kann und erfolgreicher wird. Ein super spannendes Thema, was sicher auch für unzählige Firmen sehr relevant ist, dennoch konnte ich kaum glauben, dass Instagram es jetzt schon in die gedruckte Literatur geschafft hat. Solche Guides hätte ich eher ausschließlich im WWW erwartet. Beim Amazon-Stöbern, fällt mir auf, dass es schon 2013 mit der Veröffentlichung solcher Bücher losging. Nun realisiere auch ich: Social Media übernimmt.

zeitschriftenGelesen: Leider, leider, leider nichts an Romanen. Dabei war ich immer so eine Leseratte (wir erinnern uns an meine Bloganfänge, wo es ausschließlich um Literatur ging!). Derzeit komme ich einfach nicht dazu und habe nicht die Lust, in die Geschichte anderer einzutauchen. Lieber lebe ich meine eigene und will ja keinen Moment verpassen. Allerdings versuche ich momentan das morgendliche Zeitung- und Magazinlesen in meine Routine (was für Routine, ich sitze hier um 1:32 nachts und schreibe einen Blogpost) zu integrieren. Als Lesestoff stehen derzeit Der Spiegel, Die Zeit und das Magazin L’Officiel bereit. Auf Letzteres bin ich am Flughafen gestoßen und muss gestehen, dass ich dieses Magazin (genauso wie viele andere, die dort verkauft wurden) bisher nicht kannte. Kann es euch wirklich nur ans Herz legen, denn es ist voller toller Essays, Kurzgeschichten und Reportagen und deckt die Themen Gesellschaft und Politik ab, ohne dabei den Magazinstatus zu verlieren. Auch Bilderstrecken aus der Modesparte und die neuesten Trends werden erwähnt – diese Seiten habe ich dann aber nur überflogen, da man das wirklich in jedem Magazin findet. Eigentlich hatte ich die Hoffnung auf etwas Spannendes in diesem Format verloren, aber in ganz großen Zeitschriftenläden verbirgen sich wohl doch tolle Schätze. Liest jemand von euch L’Officiel und kann mir ähnliche Magazine empfehlen?

Thought about: …Was Selbstlosigkeit wirklich bedeutet. Heutzutage kann jeder seinen eigenen Weg einschlagen, einfach auswandern und auch fern von der Familie seine Zelte aufbauen. Ein großer Vorteil entsteht erstmal dort, wo die Familie den Kindern einen Lebensweg aufzudrängen versucht oder zu viel von den Kindern fordert. Etwas Abstand aufzubauen ist da sicher das Richtige. Doch gleichzeitig verliert die Familie in unserer Generation an so viel Bedeutung, dass zu viele sie als eine große Bürde sehen. Muss man mal bei dem eigenen Leben zurückschrauben, um anderen zu helfen, dann wird das als Behinderung für unsere Selbstverwirklichung gesehen. Dabei ist das genau der Punkt, an dem sich entscheidet, ob wir bereit sind selbstlos zu handeln, oder eben nicht. Man ist kein selbstloser Mensch, wenn man etwas gerne für andere tut, sondern wenn man zwar absolut gar keinen Bock auf etwas hat, und es trotzdem pflichtbewusst tut. Wie zum Beispiel der jüngeren Schwester täglich 3 Stunden Latein einzutrichtern, obwohl man in der Zeit so viel anderes schaffen würde. Darunter gehört beispielsweise auch einem fremden Schüler gegen Geld die satzwertigen Konstruktionen zu erklären. Hier gilt es dann, sich nicht komplett von der Marktgesellschaft das Gehirn waschen zu lassen. Man muss nicht für alles, was man tut auch etwas zurückbekommen. Man opfert die eigene Zeit, der anderen wegen OHNE etwas dafür zu verlangen.

Die letzte Woche auf dem Blog:

Ziele für die Woche: Ich würde schon ziemlich gerne mit 10 Fingern tippen können und habe schon vor Ewigkeiten von einem kostenlosen Online-Programm gehört, welches genau diese Fähigkeit trainiert. Vielleicht probiere ich mich daran mal. Ansonsten möchte ich zwischen meinen Reisen auch beim Fitnessstudio vorbeischauen und muss nervigen Kram für die letzten Abiturfeiern von der To-Do-List streichen. Da fällt mir ein: Gebühren bei der Stadtbücherei habe ich auch zu zahlen – das wird was!

Was denkt ihr darüber? Ich wünsche euch einen produktiven, aber entspannten und hochmotivierten Start in die Woche – lasst es krachen! xx Ana

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10 Comments

  • Charlie 30. Mai 2016 at 13:57

    Neeeeeein wie sehr ich es hasse, am Handy zu kommentieren, weil ich dann garantiert IMMER vergesse, meinen Kommentar zu kopieren, und natürlich den längsten lösche :(.

    Haha hattet ihr mit eurem Englisch Probleme oder mit dem der Italiener ^^? Ich war erst einmal in Italien (und sicher nicht das letzte Mal; allein die Sprache ist wunderschön *_*) und in Mailand hat man nicht mal meine Frage nach Wechselgeld verstanden…
    Wie auch immer, es freut mich zu hören, dass du in Rom so viel Spaß hattest :). Ich leide auch ständig an Fernweh. Hätte ich doch nur das Geld, dem immer nachzugeben *seufz*.

    Jaja, beschwer du dich nur über den Stress vor dem nächsten Urlaub, während andere Leute arbeiten müssen ^^.
    Spaß beiseite, viel Spaß in Griechenland :). Diesmal mit der Family?

    Was heißt Mäuschenschritt; ich finde der Kauf eines Kleides ist ein Riesenschritt ^^. Könnte auch daran liegen, dass mir Kleider finden immer entsetzlich schwerfällt, weil mir kaum Schnitte stehen. Ich hab mir meins ja schneidern lassen, weil ich so verzweifelt war ^^.

    Hm, wer solche Bücher braucht… Ich wär ja auch der Meinung, dass man sowas bestimmt im Internet finden oder einfach bei guten Instagrammern lernen kann, aber naja – Menschen haben schon sinnlosere Dinge gekauft ^^.

    Das Magazin sagt mir gar nichts. Ich fürchte, ich lese auch nichts in der Richtung :/. Ich lese meist die „Psychologie Heute“ (in Vorbereitung auf das Studium^^) und Kriminalistikmagazine.

    Das ist eine gute Definition von Selbstlosigkeit: etwas für andere tun, obwohl man keine Lust darauf hat. Wenn es einem Spaß machen würde, wäre es ja nicht mehr hundertprozentig selbstlos. Wobei es mich eigentlich immer irgendwie freut, wenn ich andren helfen kann. Ich sollte es nur öfter tun, aber daran arbeite ich. Wobei, Arbeit (sprich FSJ) ist ein gutes Stichwort, darauf hab ich oft keine Lust, aber es hilft anderen. Ab September will ich mir dann auch was ehrenamtliches suchen. Und meinem Bruder erkläre ich weiterhin Mathe ^^.

    Mit 10 Fingern tippen wär schon sehr cool. Ich glaube aber, das ist bei mir wie mit meiner schrecklichen Handschrift: Hopfen und Malz verloren ^^. Ich tippe mit 2 Fingern auch deutlich schneller als viele andere. Wobei 10 sicher schneller wäre.

    Wie immer habe ich deinen Post sehr gerne gelesen und kommentiert und hoffentlich alles von meinem ersten Kommentar wieder mit reingenommen.
    Liebe Grüße :),
    Charlie

    • Ana 13. Juni 2016 at 08:55

      Hey Charlie 😉
      Mit dem der Italiener natürlich, ich bitte dich 😀
      Ja genau mit der Familie war ich jetzt in Griechenland!
      Was Psychologiezeitschriften angeht: Ich glaube das ist echt eine gute Idee, um sich auf das Studium vorzubereiten! 😉

      Allein, dass du diesen Riesenkommentar 2x abgetippt hast, ist schon eine Leistung! Ich freue mich immer, wenn du kommentierst <3

  • Belli 30. Mai 2016 at 17:00

    Sehr, sehr schöner Post! Ich liebe so kleine, persönliche Einblicke:)

    Wünsche dir einen schönen Abend!
    Liebe Grüße<3
    http://belli-sweetlikesugar.blogspot.de/

  • Anna 31. Mai 2016 at 14:50

    Hallöchen,

    ich habe mich ja schon viel zu lange nicht mehr auf deinem Blog herumgetrieben und jetzt muss ich deine ganzen Post nachholen :).

    So zu aller ersteinmal: Toller Post!

    Ich habe auch anch mehreren Städtetrips gelernt, dass ich ein absolutes Großstadtmädchen bin. Ich liebe einfach wie für mich diese Städte immer so viel Leben ausstrahlen und einem das Gefühl geben, wie vielseitig doch das Leben und Menschen sein können.
    Oh ja! Ich habe auch drei Kreuze gemacht, als ich mein Abiballkleid endlich gefunden habe und hoffe, dass die Schuhsuche weniger stressig verläuft.
    Und über deine Gedanken über Selbstlosigkeit habe ich auch ein wenig nachgedacht. Ich glaube, dass deine Definition da wirklich sehr gut zu ist ^^

    Liebste Grüße
    Anna

    • Ana 13. Juni 2016 at 08:57

      Wir verstehen uns! #bigcitygirls!
      Der Abiball bringt einfach so unglaublich viel Stress mit sich! Kann momentan noch gar nicht glauben, dass es diese Veranstaltung zum Vergnügen ist!

      xx Ana

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