Food & Fitness

Sandwich, Stulle, Pausenbrot: Acht Ideen für Vegane Brotbeläge

Ana - 6. Dezember 2016

Versucht man, etwas mehr vegane Mahlzeiten und pflanzliche Lebensmittel in die Ernährung einzubauen, dann stößt man früher oder später auf die Baustelle „Schulbrot“. Nicht etwa, weil es nicht tolle Alternativen gibt, sondern weil das gängige Schulbrot eben alles andere als vegan ist. Käse und Schinken wird zur Gewohnheit und Gewohnheiten über den Haufen zu werfen ist niemals einfach. Und seien wir mal ehrlich: Das Schnittchen, unser geliebtes Pausenbrot aus der Kindheit, wollen wir doch alle nicht verteufeln und aus unserem Leben verbannen. Gute Nachricht – muss auch nicht… nur der Käse, der Schinken und die Butter muss runter, wenn man denn dem veganen Schulbrot eine Chance schenken will… Da es folglich also nur an Ideen und Inspiration mangelt und Blogs genau dazu da sind, um in diesen Fällen auszuhelfen, dürft ihr euch bereit machen, auf einen kleinen Einblick in den Veganen-Brot-Dschungel. Ich präsentiere: 8 Vegane Brotbeläge oder – weil es auf englisch einfach tausendmal cooler klingt – 9 ideas for what to put on your bread as a vegan.

Avocado

Ach, der Klassiker. Avocados sind derzeit schwer im Trend, auch wenn sie an dem einen oder anderen Tag einer Handgranate gleichen können und man sich den Traum vom Avocadobrot zu Mittag abschminken kann. Falls eure Avocado aber mal tatsächlich die gewünschte Reife hat, dann befördert sie in den Brot-Himmel: Entweder ihr schneidet sie in Scheiben und legt sie dann elegant auf euer Brot, oder ihr zermatscht si mit einer Gabel zur altheißgeliebten Guacamole. Würzen kann man einfach nur mit Salz und Pfeffer und Zitrone, oder aber auch mit einer (kleinen!) Prise Knoblauch (ach vergesst es, wenn ihr wollt nehmt auch eine große Prise!!!). Ich kenne auch viele, die etwas (Soja-)Joghurt unter die Guacamole mischen und das ganze mit eingelegten Tomaten garnieren. Ihr merkt, man kann sich austoben, mit der Avocado.

Vegane Aufstriche

Ist die Avocado am Morgen dann doch zu hart um wahr zu sein, dann schadet es nicht mal einen fertigen Aufstrich im Kühlschrank zu haben. Klar – selbstgemacht sieht anders aus. Falls ihr Angst vor Konservierungsstoffen habt, solltet ihr diesen Teil überspringen! Falls nicht, dann schadet ein Blick beim dm nicht: Von der Marke Alnatura und Veganz gibt es vegane Brotaufstriche zuhauf – ob auf Basis von Sonnenblumenkernen und Gemüse oder  als Alternative zu Nutella – eigentlich findet dort jeder seinen Geschmack wieder. Ich mag die Auberginen-Creme am allerallerliebsten und würde zu veganem Nutella auch nur selten „Nein“

Veggie-Overload

Wer gerne viel rohes Gemüse auf seinem Brot mag und sich mal an einem gesunden Sandwich probieren will, sollte sich mal nach veganer Margarine umsehen. Der Rest ist dann herzlich simpel: Toastscheibe, Margarine drauf, viel Gemüse (z.B. Gurke, Paprika, Tomate und Sprossen). Dann kräftig würzen (vielleicht mit einem Schuss Sriracha) und die zweite Toastscheibe drauf.

Peanutbutter & Jelly

Früher oder später wird jeder mal von den Amerikanern angefixt. Auch wenn die traditionelle US-amerikanische Küche alles andere als vegan ist, ist es das good old peanutbutter and jelly Sandwich schon. Marmeladen sind in der Regel immer vegan und so sieht es auch bei der Erdnussbutter aus. In Kombination sind die beiden pornös! Wenn ihr es nicht ganz so zuckrig wollt, dann solltet ihr eine ungesüßte Erdnussbutter wählen und euch an Marmeladen halten, die mit Agavendicksaft gesüßt sind.

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Agavini

Kennt keiner, aber zu unrecht: Das Pardon zu Erdnussbutter und Marmelade ist Tahini (=Sesammus) und Agavendicksaft. Mega süß und fettig, aber so so so so gut!

Hummus

Hummus habe ich zum aller ersten Mal Ende diesen Sommers probiert, als ich zusammen mit einem politikorange-Projekt in Berlin war. Auch wenn es sicher nichts ist, was ihr einem untrainierten Magen antun solltet, rate ich euch, euch langsam (aber sicher!) an Humus ranzutrauen – ihr werdet es lieben lernen. Humus wird dann irgendwann zu einem Äquivalent für Ketchup, denn es schmeckt so ziemlich zu allem. Auch auf Brot. 😉 Humus könnt ihr zum Beispiel nach diesem Rezept selbst machen, oder aber ihr kauft ihn fertig im Supermarkt, Bioladen, Reformhaus. Bei Aldi gibt es Humus in drei verschiedenen Sorten für einen Preis, den man ohne zu zögern dafür ausgeben kann.

Italian Style

Auch wer sein Essen gerne richtig fancy mag, wird etwas finden, was unter die Kategorie „Vegan“ und „mit Brot“ fällt. Eine Sandwich-Variation, die wir sehr oft in Rom zu Mittag hatten, benötigt zwar etwas Zeit in der Küche, ist diese Zeit dann aber auch Wert. (1) Etwas Aubergine in Olivenöl anbraten. (2) Oliven, Walnüsse und Öl zu einem Pesto pürieren. (3) Brot deiner Wahl mit der gebratenen Aubergine, dem Pesto und eingelegten Tomaten belegen. Voila. Enjoy.

Ersatzprodukte: Veganer Käse, Veganer Schinken, Veganes Schnitzel

Ich gebe den Gegnern von Ersatzprodukten Recht – man will wirklich nicht wissen, was in so einer Fake-Salami drin ist. Whole Foods bestimmt nicht. Aber noch weniger will ich daran denken, was in der echten Salami drin ist. Wenn ein Veganer/Vegetarier Heißhunger auf den Geschmack von Salami bekommt, dann kann es eben auch mal ein Ersatzprodukt sein. Veganer/Vegetarier bekommen nicht über Nacht komplett neue Geschmackszellen – der Geschmack von bestimmten tierischen Produkten mag ihnen immer noch gefallen – dennoch entscheiden sie sich gegen die Industrie, die mit tierischen Produkten zusammen hängt. Wieso sollte man also etwas essen, was kein Fleisch ist, aber nach Fleisch schmeckt und aussieht, obwohl man gegen Fleisch ist? Tja, weil es eben trotzdem kein Fleisch ist – und Ende der Diskussion. In Hoffnung, dass die letzten unüberlegten Seitenhiebe endlich verstummen.

Ihr habt noch mehr Ideen? Her damit!

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8 Comments

  • Mara 6. Dezember 2016 at 08:13

    Hachja, Brot – meine große Liebe!
    Ich esse es am liebsten mit ganz viel selbstgemachtem Hummus, zermatschter Avocado, Knoblauch, Pfeffer und Cherry Tomaten. DAS ist gut!
    Oder halt einfach ertränkt in Cashewbutter, das geht auch! 😀

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    • Ana 6. Dezember 2016 at 20:28

      Also alle diese Zutaten in Kombination? 😮 Humus und Avo kann ich mir zusammen ja gar nicht vorstellen – wird bald aber mal probiert. Cashewbutter muss ich auch mal probieren, wo du immer so viel davon schwärmst… 😉

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      • Sabine 1. Januar 2017 at 16:25

        Mein Freund steht auch total auf Avocado+Hummus. Ich mag das gar nicht.
        Toller Beitrag, Ana!

        Reply
  • Tabea 6. Dezember 2016 at 19:22

    Brot esse ich zwar in der Schule so gut wie nie, dafür aber jeden Abend – da bin ich also immer auf der Suche nach neuen Ideen 🙂

    Übrigens: Deine Übersetzung von „8 vegane Brotbeläge“ hat mich zum Schmunzeln gebraucht, weil du aus der 8 eine Neun gemacht hast – werden die Ideen für den Brotbelag beim Übersetzen mehr? 😉

    Ich greife im Moment gern auf einen selbstgemachten Aufstrich aus Linsen und Tomatenmark zurück 🙂 Den kann ich auch vorbereiten und einfrieren.

    Avocado ist nichts für mich, weil ich versuche, so wenig Importobst/-gemüse wie möglich zu kaufen.
    Fertige Aufstriche fallen wegen den Konservierern etc. weg… und Marmelade wegen der Süße… das kann ich abends einfach nicht haben.
    Nur Gemüse ist mir irgendwie auch nicht recht… ich bin echt ein schwieriger Mensch, was Brotbelag angeht 😉

    Hummus will ich aber demnächst dringen noch probieren – die Kichererbsen dafür habe ich heute schon gekauft 🙂

    Die Italian Style – Variante klingt himmlisch – aber wäre mir einfach zu aufwändig (Ich hasse es, wegen Brotbelag am Ende eine Pfanne und einen Behälter vom Pesto machen spülen zu müssen…)

    Ersatzprodukten stehe ich gerade noch kritisch gegenüber, aber ich bin ja auch kein veganer und habe daher noch Ei und Käse… wobei die Auswahl da durch den Umstieg auf Bio auch arg geschrumpft ist, sodass ich verstärkt Alternativen suche.

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    • Ana 6. Dezember 2016 at 20:30

      Ach Mensch 😀 Da hat man schon 8 Ideen zusammen und sie fliegen bei dir fast alle raus. Für so picky Eater waren die gar nicht ausgelegt, aber vielleicht verdeutlichen die 8 Ideen, dass es eben doch genug vegane Gerichte/Ideen/Zutaten gibt, um eine gesamte Ernährung oder einen großen Teil davon zu füllen. 🙂 Vielleicht mache ich bald mal Teil 2 ohne Konservierungsstoffe und auch noch ohne Abwasch. Ob das möglich ist 😉

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  • Nina 10. Dezember 2016 at 20:25

    Hey, habe mich seit ich danach gefragt habe seeeehr auf den Beitrag gefreut und jetzt ist er endlich da🙆🏻 Sehr gelungen, für mich als absoluten Anfänger was vegetarische / vegane Ernährung angeht auf jeden Fall eine große Hilfe und Inspiration👌🏻

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    • Ana 2. Januar 2017 at 20:11

      Hey Nina, freut mich, dass ich dir weiterhelfen konnte. Falls du mal einen Foodtipp für mich hast – immer her damit! 🙂

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  • Monatsrückblick November und Dezember - Habutschu! 31. Dezember 2016 at 07:01

    […] diesen Monat unter anderem in Form von Krisis Zimt- und Lebkuchenschnecken. Interessant sind auch Anas 8 vegane Ideen für Brotbelag. Dass aber auch bei den Foodbloggern nicht jedes Rezept so gut wie gewünscht wird, berichtete uns […]

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    • Gefunden bei @bymariandrew // Vielleicht macht man sich etwas weniger Sorgen, wenn man das im Hinterkopf behält. 🍩 worry! #illustration #reminder #sayings #sharethelove
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