2

Schlank sein ohne Diät

Schlank sein ohne Diät? Sowas geht? In unserer Gesellschaft eine utopische Vorstellung, wenn man sich überlegt, was sich alles für verschiedene Diäten-Lager etabliert haben. Die einen zählen Kalorien, um so dünn wie möglich zu sein. Die anderen zählen Kalorien und schlucken Whey um so muskulös wie möglich zu sein. Irgendwo auf der Welt sitzt auch Khloe Kardashian, die – habe ich letztens irgendwo mal aufgeschnappt – ihr Essen mit Fenstersprühmittel ungenießbar macht, um eine schlanke Linie zu halten. Und es geht noch weiter: Sehr beliebt ist es, nach 18 Uhr das Essen bleiben zu lassen (bei manchen ist die Deadline schon um 16 Uhr gesetzt) oder einfach erst ab 13 Uhr mit dem Essen zu beginnen. Viel zu viele Gedanken und viel zu viel wertvolle Energie wird in den krankhaften Wunsch gesteckt, schlank zu sein. Dabei liegt hinter tausenden Diätreklamen und Marketing-Geplänkel der einfache Weg versteckt: Ein normales und gesundes Essverhalten.

Bye Bye Diät!

Der erste Schritt zu einem gesunden Essverhalten ist die entschiedene Abtrennung von dem Diätendenken. „Ich darf das nicht, ich muss das essen, ich muss 5 Mal zum Sport, bla bla!“. So ein restriktives Denken verursacht nur, dass wir an nichts anderes mehr denken können, als an Essen. Unser Leben kreist sich nur noch um unseren Körper, unseren Speiseplan und die Verbote. Auf keinen Fall ist es eine leichte Umstellung, wenn viele Jahre der versuchten Kontrolle über unseren Hunger vorausgehen. Nichtsdestotrotz müssen wir einsehen, dass es das Ziel sein muss, mit dem wenigsten Aufwand, optimal fit und schlank zu sein. Nimmt man die Diäten unter die Lupe, dann fällt auf, dass sie unglaublich anstrengend sind und unglücklich machen – Erfolge halten leider nur bis zum nächsten Kontrollverlust. Nachts mit dem Glas Nutella als Begleiter.


diät
 

Intuitiv Essen

An Stelle der Kontrolle von außen, sollten wir darauf hören, wie viel Nahrung unser Körper wirklich und wann braucht. Ausgerechnete Kalorienbilanzen mögen erst einmal funktionieren, aber wir wollen nicht unser gesamtes Leben protokollieren, was wir in den Mund nehmen. So gilt es ersteinmal den Appetit zu entschlüsseln und auf das Hungergefühl zu hören. Anstatt eine doofe App berechnen zu lassen, wie viel Gramm wir von unserem Gericht essen dürfen, wird unser Körper uns sagen, wann es genug ist und wir bei weiterem Essen in eine positive Bilanz geraten (aka Gewichtszunahme). Wenn man lange nur vorgeplante Portionen in sich hineingeschlungen und in bestimmten Zeiten den drängenden Hunger unterdrückt hat, dann kann es ziemlich schwierig sein, zu wissen, wann man denn jetzt Hunger hat und wann nicht. Oberstes Gebot lautet aber, sich nicht bei dem ersten „Überessen“ wieder in die nächste Diät zu flüchten, oder mit knurrendem Magen ins Bett zu legen. Jeder überisst sich mal und nach langem Verzicht kann es passieren, dass man die ersten Wochen des Intuitiven Essens nur von Junk leben will. Indem man aufhört zu bereuen, durchbricht man diesen Teufelskreis – die nicht mehr verbotene Schokolade wirkt plötzlich gar nicht mehr so verführerisch – so oft es geht, entscheiden wir uns dann für die gesündere Variante.

Viel Trinken

Oberste Regel also: Auf den Körper hören. Allerdings ist der Körper nicht unglaublich weise und wird hin und wieder ausgetrickst. So auch, was Durst und Lust auf Süßes angeht. Wer eindeutig auf Hungersignale reagieren will, sollte deshalb darauf achten, ausreichend zu trinken. Kurbelt dazu den Stoffwechsel an, sorgt für ein natürliches Detox und ist gut für Haut, Haare und alle möglichen Körperfunktionen.

On The Go

Zu oft greife ich beim Vorbeigehen nach der Stange Baguette und esse das Stück auf dem Weg in mein Zimmer. Dort angekommen, merke ich, dass ich doch mehr Hunger hatte als gedacht. Also zurück in die Küche… und dort reiße ich mir dann das nächste Stück ab und schlinge es im Stehen runter. Und das nächste.. Am Ende habe ich eine halbe Stange Baguette intus, bin aber genau so hungrig wie am Anfang. Wenn man merkt, dass man hungrig wird, sollte man sich in die Küche stellen und sich einen Teller vorbereiten – ob Snack oder ganze Mahlzeit ist egal. Bereitet etwas gutes zu, nehmt den Teller und setzt euch hin.

3 4

Immer mit der Ruhe

Das Hinsetzen bringt nichts, wenn ihr danach alles runterschlingt. Langsam zu essen ist für manche die größte Herausforderung von allen. Man muss sich sicher zwingen, aber wenn man immer wieder dranbleibt, verlangsamt man seinen Essrhythmus mit der Zeit automatisch. Bestimmte Kauzahlen will ich gar nicht nennen, denn auch da rutscht man sonst in das Erbsenzählen – niemand möchte beim Date jemanden gegenüber haben, der bei jedem Bissen mitzählt, wie oft er auf dem Stück Brot herumkaut. Ein Trick, der mir jedoch hilft, ist, nach der halben Portion erstmal eine Pause einzulegen. In dieser kann man zum Beispiel einen Schluck Wasser trinken. Erst nach 5 Minuten weiter essen – nicht selten habe ich da gemerkt, dass ich schon gar keinen Hunger mehr habe! Ohne die Pause hätte ich die ganze Portion und noch einen Nachtisch geschafft.

Stichwort „Whole Foods“

All diese Tipps sind essentiell, um sein Maß zu finden, auf sein Hungergefühl zu hören und auch ohne Kalorienapp oder Restriktionen die Befürchtung zu haben, sich zu oft wahllos zu überessen. Wer aber wirklich fit, schlank und vor allem (!!!) gesund sein will, der versucht verarbeitete Lebensmittel zu vermeiden. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich der Meinung, dass die vegane Ernährung die beste ist (verfolge sie aber aus moralischen Gründen). Auch wenn ihr nicht dieser Meinung seid, ist es doch kein Geheimnis, dass Obst und Gemüse zu den mit Abstand gesündesten Lebensmittel zählen. An diese sollte man sich halten! Weiterhin weißen Zucker vermeiden, gute, komplexe Kohlenhydrate zu sich nehmen und es auch mit Alkohol und Fett nicht übertreiben. Der Rest ist dann Geschmacks- und Meinungssache, wie ich finde. 😉

Geduld

Diese ganzen Tipps scheinen von mir so dahin gesagt – aber auch ich habe sehr lange gebraucht, um den ganzen Diät-Mythen den Rücken zu kehren. Anstelle in die Einhaltung der Diät habe ich gelernt, die wertvolle Energie und Gedanken in wirklich wichtige Momente zu investieren und einfach zu Leben! Ein „Normaler (unbeschwerter) Esser“ zu sein, erfordert einen Haufen Übung und eine Prise Mut. Was man für diese Entscheidung zurückbekommt ist Gold wert: Lebensqualität, die überfällige Loslösung von krankmachenden Diäten und das Erreichen all deiner (realistischen) Fitnessziele inklusive dem heißbegehrten Schlank sein. Sehr langsam (aber dann für immer).

Welche Erfahrungen habt ihr mit Diäten gemacht? Sagt euch der Begriff „Intuitiv Essen“ etwas? Welche Punkte würdet ihr ergänzen? xx Ana

11 thoughts on “Schlank sein ohne Diät

  1. Anna

    Hey,

    ich habe für mich selbst auch herausgefunden, dass diese „Methode“ am Besten anschlägt , nicht nur weil ich mit eben solchen Regeln und Verboten nicht klarkomme, sondern auch, weil man tatsächlich nach einer gewissen Zeit das ganze als normal ansieht, keinen Heißhunger verspürt und sich gesünder und ausgewogener ernährt fühlt als bei einer Diät. Nur dass es dafür einen Begriff gibt, wusste ich noch nicht 😀 Und ich bin jetzt tatsächlich zufrieden mit meinem Körper, was aber auch an z.B.. Sport liegt ^^
    Im Grunde genommen ist es auch einfach logisch, dass es dem Körper besser bekommt und man gesünder lebt, wenn man auf die Dinge zurückgreift, die uns von Natur aus schon gegeben sind; Hunger- und Sättigungsgefühl – als wenn man sich ständig zu Sachen zwingt, sich verbietet etc.
    Toller Post, finde ich!

    Liebe Grüße 🙂

    Reply
    1. Ana Post author

      Ja eigentlich ist es schon traurig, dass man für das „Normale“ Essen einen Begriff finden muss, aber es wurde sogar ein Buch darüber geschrieben. „Intuitiv Essen“ heißt es und hat wohl der ein oder anderen mit Diätgeschichte das Leben wieder lebenswert gemacht. 😉 Die Grundsätze des Prinzips gibt es aber auf unzähligen Blogs aufgelistet – lohnt sich meiner Meinung nach.
      Einige müssen das Sättigungsgefühl von neuem lernen. 🙂

      Danke! <3

      Reply
  2. Mara

    Sehe ich ganz genauso wie du!
    Diäten sind für mich das unsinnigste überhaupt – was bringt es denn, in 3 Wochen XY Kilo abzunehmen und danach dann das doppelte wieder drauf zu haben?
    Wenn man sich gesund ernährt und isst, worauf man Lust hat, aktiv ist, Sport macht und diese ganze Panik wegen der Ernährung einfach weglässt, dann funktioniert das von ganz alleine!
    Vor allem muss man wirklich GENUG essen, dann bleiben die Gelüste aus! Obwohl daran ja auch nichts schlimmes ist 😀 Ich meine, ich hab auch Tage, an denen ich mir drei Portionen Pancakes und dann noch einen halben Laib Brot nacheinander reinpfeife. Macht aber gar nichts und braucht man manchmal eben einfach!

    Reply
    1. Ana Post author

      Genau – genug essen ist der Punkt. Jeder hat mal Bock auf Schoki… aber 3 Tafeln am Stück kriegt man echt nur runter, wenn man sich davor ne Woche hat hungern lassen.
      Ach Mara, du mit deinen Chefkoch Pancakes – da könnt ich auch 3 Portionen von essen! 😀

      Reply
  3. Charlie

    Kann ich nur unterschreiben! Diäten wären mir echt viel zu anstrengend, ich will mein Leben doch genießen.
    Und auch wenn mir meine Figur ziemlich schnuppe ist, weil sie eigentlich immer bleibt, wie sie grad ist, sollte ich mir trotzdem ein paar deiner Tipps öfter zu Herzen nehmen ^^.

    Liebe Grüße :),
    Charlie

    Reply
    1. Ana Post author

      Ja, Diäten sind echt mega anstrengend. Aber mit so ein paar Tipps und ein paar Switches zu gesünderen (und nicht so grausamen) Lebensmitteln kommt man schnell zu einer fitteren Figur. 🙂

      Reply
  4. Pingback: Share The Love #3: Bloggerwelt im Juli - The Disaster Diary

  5. Pingback: How To Not Give A Fuck: Tipps für mehr Selbstbewusstsein

  6. Pingback: Meine Vegane Einkaufsliste - The Disaster Diary

  7. Pingback: Monday Update: Die letzten Schichten des Wäschebergs - The Disaster Diary

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.