Life Update

Weekly Log #6: Lots of Love
Über Mode und Konstruktiven Journalismus

Ana - 19. März 2017

Happy Sunday, ihr Lieben! Zum 6. Mal in diesem Jahr setze ich mich mit euch zusammen, um über alles und nichts zu quatschen. Schließlich gibt es so viele Kleinigkeiten, die man nicht ganz groß aufziehen kann, aber auch auf keinen Fall unter den Tisch fallen dürfen. Seit einigen Tagen bin ich wieder in Münster und beseitige hier die letzten Spuren des letzten Semesters, entsorge Stapel an Zetteln und versuche meiner schwarzen Tafelwand wieder etwas Leben einzuhauchen (Achtung – was ihr auf den Fotos seht, ist der Vorher-Stand). Ansonsten schlafe ich aus, treffe mich nachmittags zum Kaffee und Abends für Cocktails, schreibe, kann endlich mal atmen und nachdenken. Da stößt man auf einige Sachen, die hier auf TDD etwas Scheinwerferlicht abbekommen sollen (und werden!).

Modeliebe und Inspiration

Ich habe mich verliebt! Keine Ahnung, wieso so plötzlich, doch seit letzter Woche bin ich im 7. Modehimmel. Täglich schaue ich bei Pinterest rein (die Sucht war eh schon groß, aber jetzt nimmt sie ganz andere Ausmaße an!), folge exzessiv Instagramern, die sich toll anziehen, und habe sogar einen Modeblog für mich entdeckt. Einen MODEBLOG. Ja, ihr lest richtig. Eigentlich kann ich ziemlich wenig mit Fashionblogs anfangen und lese dort eigentlich auch nur die Kolumnen und Fließtexte, weil es mich absolut nicht reizt, 20 Fotos vom selben Outfit zu sehen. Bei Journelles ist das allerdings anders – die Kategorie Closet Diary begleitet eine Woche lang eine junge Dame (mal Bloggerin, mal Redakteurin, mal Fotografin, mal Juristin) und zeigt uns, was eben diese junge Dame so im Laufe einer Woche trägt. Man lernt so neue Blogger und Firmen kennen, entdeckt neue Styles und hat in einem Posts nicht nur ein, sondern gleich  s i e b e n  verschiedene Outfits zur Inspiration. Diese Kategorie leuchtet mir einfach ein – i like!

Closet Diary Journelles

Closet Diary mit Lilith Joutsen, Diplom Juristin bei Journelles.de | Mit Klick aufs Bild kommst du zum Originalbeitrag

Ebenfalls schaue ich gerne, was die Paulien Riemis von Polienne so treibt. Mit ihrem Blog kann ich nicht all zu viel anfangen; dafür liebe ich ihren Instagram Feed (@pielaunio) und finde ihren Style und ihre Online-Person einfach super sympathisch.

Paulien Riemis Instagram

Lebensliebe

So sehr ich es liebe, hier zu meckern –  es wird Zeit für etwas Happy-Talk. Ich bin sehr sehr sehr dankbar. Für meine Familie, meine Freunde (die alten und die neuen) und könnte derzeit die ganze Welt umarmen, da ich die Möglichkeit habe, meine Semesterferien mit tollen Menschen und tollen Orten füllen zu können. Glücklicher als jeder krasse und luxuriöse Urlaub macht mich immer noch ein unschuldiges Treffen, welches ursprünglich ca. 2 Stunden dauern soll und man plötzlich den ganzen Tag dort verbringt, weil es zu schön ist, um Tschüss zu sagen. Für die nächsten Wochen bis zum Ende der Ferien spiele ich weiter Pendler, fahre nach Berlin und noch nach Düsseldorf, wo dann wieder einige coole coole Projekte anstehen. Kamera kommt auch mit und falls da irgendetwas Berichtenswertes passiert, versuche ich vielleicht mal so einen Art Blog-Vlog zu machen, wo ich euch etwas mitnehme. Einfach cool, das Leben. Da darf man schonmal Danke sagen, finde ich.

Buchliebe

Die letzten Wochen habe ich gelesen – und zwar nicht nur Zeitung und Blogs, sondern auch waschechte Romane mit +300 Seiten. Fühlt sich gut an, auch wenn die Exemplare, die ich verschlungen habe, von dem Kaliber sind, von welchem ich mich eigentlich entfernen will: „Kirschroter Sommer“ und „Türkisgrüner Winter“ von Carina Bartsch, sowie „Shades of Grey“ von E.L. James. Alle drei gerne gelesen – nicht falsch verstehen – doch irgendwie habe ich mal Lust auf Bücher, die wie aus dem Leben gegriffen sind und nicht knapp daran vorbei und geradewegs in die rosarote Kitschkiste der Teenagerträume. Seid ihr momentan auf der Suche nach genau solchen überromantischen Romanen, dann nehmt die eben genannten Bücher als Empfehlung. Und wenn ihr noch mehr rosarote Buchtipps wollt, sagt mir Bescheid. Ich schicke euch dann ein Foto von meinem Bücherregal. Wirklich es ist voller solcher Jugendbücher und es kotzt mich an.  #VeränderungMussHer

Deshalb stehen auf dem Leseplan stehen jetzt erstmal einige Klassiker, die ungelesen in meinem Regal verstauben. Von Heinrich Böll möchte ich ja auch was lesen – wäre nicht schlecht, als Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Ansonsten hat mir meine Schwester vorwurfsvoll den ersten Harry Potter Band in meinen Reiserucksack gesteckt, denn langsam habe ich das kritische Alter überschritten, bis zu dem man Harry Potter noch nicht gelesen haben darf.

Traurige-Film-Liebe

Eigentlich schaue ich nur witzige Liebesfilme. So Rom-Coms eben, oder Filme mit verrückten Teenagern (Frontalknutschen) oder verrückten Singles (Er steht einfach nicht auf dich). Meine Mutter ist da das komplette Gegenteil, den sie liebt die Sorte von Film, bei der man im Kino eigentlich ein Paket Taschentücher zur Kinokarte mitgeben sollte. Allen voran liebt sie Filme, die mit „beruht auf einer wahren Geschichte“ beworben werden und einen in den Strudel des Weltschmerzes stürzen. Deshalb hat sie mich in „Lion“ gesteckt. Ein Film, der die Geschichte eines indischen Jungen erzählt, welcher seinen älteren Bruder unbedingt zur Nachtarbeit begleiten will, und sich an diesem Abend aber verläuft. Mehr will ich auch nicht über den Inhalt verraten, da ich bei meinem Kinogang auch nicht mehr wusste und das gut so war. Weiterempfehlen kann ich „Lion“ allemal! Er regt zum Nachdenken an und lässt einen für einige kurze Gedanken aus der rosaroten Blase der #FirstWorld ausbrechen. Wer grade richtig Bock auf Weltschmerz hat, sollte ins Kino gehen.

Constructive Journalism (ob ich damit eine Liebe habe, weiß ich noch nicht genau)

„Wenn du es kritisierst, mach es doch besser.“ Anstatt nur aufzuzeigen, was schief läuft und darüber zu meckern, soll der Konstruktive Journalismus Lösungsansätze mitliefern. Oder wie Wikipedia sagt:

Konstruktiver Journalismus ist eine Strömung im Journalismus, die Prinzipien aus der positiven Psychologie in den Journalismus einbezieht. Konstruktiver Journalismus will über „positive Entwicklungen“ berichten, um ein „einseitiges negatives Weltbild“ bei den Lesern zu verhindern. Probleme sollen dabei nicht ignoriert, sondern um die „Diskussion möglicher Lösungsansätze“ erweitert werden.

Als ich von diesem Ansatz/ dieser Strömung gelesen habe, war ich ziemlich begeistert. Schließlich ist es wahr, dass die Welt nicht nur aus negativen Nachrichten besteht. Vor allem: Die Dinge, die schief laufen, sind keineswegs den Bach herunter kullernde Katastrophen, die man als engagierter Bürger oder Politiker nicht beeinflussen kann. Meist haben alle Handlungsträger ihre Gründe und so sollte über jeden Konflikt wie über ein zweiseitiges Dilemma, statt wie über eine Hiobsbotschaft  berichtet werden. Außerdem: Fangen die Medien an, Lösungsansätze zu liefern, dann färbt dies womöglich auf die Konsumenten ab, die unbewusst auch diesen strukturellen Aufbau übernehmen. Vielleicht fängt man dann auch bei seinen Alltagsproblemchen an, systematisch nach dem „Was jetzt?“ zu fragen, anstatt den Kopf hängen zu lassen, ausgiebig zu fluchen und sich von höheren Mächten bestraft zu fühlen („Warum immer ich???“)

Jedenfalls hat mich diese Idee neugierig gemacht. Für einen guten Überblick über den Konstruktiven Journalismus könnt ihr euch ja mal diese ausführliche Erklärung auf Perspective Daily durchlesen. Perspective Daily ist ebenfalls ein konstruktives Medium, weshalb es die Strömung natürlich nur von ihrer Schokoladenseite vorstellt.

To Read’s diese Woche

Feedback-Liebe

Es ist mal wieder so weit – ich mache Werbung für einen Feedbackbogen, mit dem ihr mir in nur fünf Minuten mitteilen könnt, was ihr so von TDD haltet. Vor etwas über einem halben Jahr habe ich mal so eine Feedbackrunde gestartet, die sich als unglaublich hilfreich herausgestellt und mir ermöglicht hat, auch mal die Meinung vieler stillen Leser einzufangen. Vielen Dank an alle, die mir fünf Minuten ihrer Zeit geschenkt haben. Dieses Formular ist neu! Das bedeutet, dass ich mich sehr freuen würde, wenn ihr dieses auch dann ausfüllt, wenn ihr mir schon vor einem halben Jahr eure Meinung dagelassen habt, oder eifrig kommentiert oder mir Nachrichten schreibt. Einige Dinge haben sich schließlich in dem halben Jahr geändert und so habe ich auch einige Fragen gestrichen, einige angepasst und neue hinzugefügt. Also – bitte, bitte einmal ausfüllen – das bedeutet mir sehr viel!

Was war euch diese Woche los? Könnt ihr mir Romane empfehlen, deren Geschichte wie aus dem Leben gegriffen ist? Was sind eure liebsten Modeblogger? Was haltet ihr von Konstruktivem Journalismus? xx Ana

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6 Comments

  • Mara 19. März 2017 at 11:07

    Soooo, gleich mal mitgemacht! 😀
    Und iiiirgendwann muss ich dich mal in Münster besuchen kommen, sieht auf deinen Fotos immer so klasse aus!
    Direkt aus dem Leben gegriffen ist finde ich „Fangirl“ – ich hab mich da in so vielen Dingen wiedergefunden und das Buch ist einfach wahnsinnig toll und authentisch! 🙂

    Reply
    • Ana 21. März 2017 at 08:38

      Thaaaaank you, Mara!
      Ja musst du – wobei ich sagen muss, dass ich mein Zimmer natürlich auch immer für euch aufräume 😉
      Danke für den Buchtipp – „Fangirl“ wurde vor einigen Jahren ja auch wirklich sehr gehypt. Ich glaube, ich muss da auch mal ran:)

      Reply
  • Joanna 19. März 2017 at 13:52

    Falls du noch Klassiker brauchst, kann ich Der Spieler von Dostojewski empfehlen, ist einfach nur ein wunderbares Buch (wie zugegebenermaßen alles von dem Autor), ein Buch, das aus dem Leben gegriffen ist… (WHOO WERBUNG FÜR MEINEN STUDIENGANG) Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst. Hab ich auf meinem eigenen Blog schon mal kurz vorgestellt und seitdem noch drei mal gelesen. Es geht um drei israelische Mädchen, die von ihren Erfahrungen in der Armee erzählen. Die Autorin heißt Shani Boianjiu und weiß, wovon sie schreibt ;). Ein anderes Buch, das ich lange verschmäht habe, ist Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes. Dachte immer, das wäre so ein kitschiges Ding, aber ist es irgendwie gar nicht.
    An Modebloggern sozusagen LIEBE ich Riccardo Simonetti. Nicht wegen seiner Outfits unbedingt, die sind alle nicht meine Preisklasse, sondern eher wegen seiner Art zu schreiben und auch seiner Persönlichkeit. The skinny and the Curvy one mag ich auch ganz gerne, aber bisher folg ich auch noch nicht so vielen Blogs. Über Anregungen und Tipps wär ich dankbar.

    Reply
    • Ana 21. März 2017 at 08:40

      Hi Joanna, vielen Dank für die Buchtipps! Vielleicht ist da ja was für mich dabei!
      „Ein ganzes halbes Jahr“ habe ich auch immer verschmäht. Aber der Filmtrailer war dann irgendwie doch süß, weshalb ich echt darüber nachdenke, es noch zu lesen.

      Diese beiden Fashionblogs kenne ich gar nicht 🙂 Ach, Anregungen zu Modeblogs kann ich dir bis auf die im Beitrag oben auch nicht nennen. 😀
      xx Ana

      Reply
  • Tabea 19. März 2017 at 18:04

    Konstruktiver Journalismus klingt wirklich nach einem spannenden Feld. Ich würde es so schön finden, wenn man mehr nach Lösungen als nach Problemen suchen würde…

    So, damit ich dein Formular ausfüllen kann, musste ich doch tatsächlich diesen Post noch auf dem Laptop öffnen – am Handy ging es nicht… aber den Gefallen wollte ich dir einfach tun 😉

    Liebe Grüße

    Reply
    • Ana 21. März 2017 at 08:41

      Ich verbeuge mich vor dir, Tabea 😉 Danke!

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