Life Update

Weekly Log #2: Mozart und Lenina Crowne in the Jungle

Ana - 15. Januar 2017

Puh

Angekommen. Noch bin ich am Schnaufen. Diese Woche war nicht ganz ohne und ich wollte doch unbedingt pünktlich Sonntag in einem Blogpost erscheinen. Ich habe es geschafft. Samstag Abend um 23 Uhr habe ich mich dran gesetzt – immerhin besser als der sonstige 3-Uhr-nachts-Schreibfluß. Morgen früh muss nur noch mein Frühstück abgelichtet werden: Ohje, viel habe ich nicht im Haus. Das kann ja was werden.

Frühstück

Ich habe es letzte Woche schon ganz feierlich angekündigt. Ab heute gibt es einmal wöchentlich ein Foto von meinem Sonntagsfrühstück. Heute ist das ein super leckeres, kross getoastetes Vollkorntoast, was sicher alles andere als nur aus Vollkorn besteht, welches ich mit Avocado, Salz, Pfeffer und etwas Chilepulver esse. Ach – Messer und Gabel sind nicht nur Deko ich benutze die wirklich! Letztens saß ich einem Mädchen beim Essen gegenüber, die so elegant mit Messer und Gabel umgehen konnte, dass man sich daneben wie ein Dorftrottel gefühlt hat. Da versuche ich jetzt ranzukommen. Zum Toast gibt es einen klein geschnittener Apfel und einen Grünen Tee. Nein, ihr habt euch nicht verhört: Ich trinke grünen Tee! Das ist der Grüne Tee Ingwer Zitrone von Rewe – der schmeckt nämlich nicht, als hätte man in eine Wiese gebissen, sondern überwiegend nach Zitrone und Ingwer. I lalalike!

Highlight der Woche

Ich habe ein erstes Mal erlebt diese Woche: Das allererste Mal habe ich an einem Pub Quiz teilgenommen. Das Coolste daran: Ich wusste nicht, dass ich sowas mal erleben muss, bis mich einige Freundinnen ganz spontan zu einem hingeschleppt haben. Da wollte ich in der Mensa meinen selbst mitgebrachten Öko-Nudelsalat genießen, da platzten sie plötzlich damit heraus, dass wir morgen an einem Pub Quiz teilnehmen. Da hab ich mich fast an dem Rucola verschluckt, dessen Blätter immer viel zu lang, zum eleganten Essen sind. Wie auch immer: Die Teilnahme am Quiz stellte sich als eine sehr sehr gute Entscheidung heraus. Als wir uns am Ende des Abends mehr über unseren bescheidenen vorletzten Platz freuten, als die Sieger über ihren ersten Platz, wusste ich, dass ich mich grade in etwas befinde, was man einen filmreifen Schlüsselmoment nennt. Der Pub voll, wir sitzen zusammengequetscht am Fenster, haben unsere Beine auf unseren Winterjacken und Taschen ausgestreckt, die vor uns verstreut liegen, während wir darüber spekulieren, für was die 33 steht: Die Prozentzahl an Frauen, die regelmäßig einen Orgasmus haben oder die Anzahl an Augenaufschlägen (oder sagt man Blinzlern?) pro Minute? Eigentlich diskutiere ich bei so was immer mit, hab immer meinen Senf dazuzugeben. Aber plötzlich will ich gar nichts sagen. Ich lehnte mich zurück und betrachtete die Runde, in der ich sitze, beobachtete die Gesten mit denen sich die anderen gegenseitig von ihren Ideen zu überzeugen versuchen. Dann fällt mir der Klappentext von „Die Wilden Hühner“ ein, der sich seit der 3. Klasse, in eine unsterbliche Gehirnzelle gebrannt hat:

„Abenteuer kann man doch nicht planen wie Ballett oder so was. Die warten um die Ecke und – zack! – plötzlich sind sie da!“, erklärt Sprotte ihren Freundinnen.

Yoga

Seit Juli 2016 habe ich keine richtig regelmäßige Sportroutine mehr. Bereuen tu ich das nicht, denn irgendwann hat es sich ausgefittnesstudio-d, genauso wie ich vorher irgendwann keine Lust mehr auf Basketball hatte. Dennoch nagt es an mir, dass ich es nicht mehr hinkriege, 3-4x die Woche sportlich zu sein. Nach langem Hin und Her, sowie einer Anmeldung an zwei Hochschulsportkursen, zu denen ich nicht regelmäßig hingegangen bin, scheint vielleicht Yoga mein neues Steckenpferd zu sein. Bei Yoga stimmt alles: Ich kann es machen, wann ich will, und es sorgt nicht für Extrabelastung im Alltag, weil ich es wirklich gerne mache.  Für viele ist Joggen oder HIIT ein toller Ausgleich – für mich sind das Punkte auf der To-Do-Liste, die ich mechanisch abhake, um fit zu bleiben. Bei Yoga war das bisher anders, weshalb ich da definitiv dran bleiben will. Schritt für Schritt bringe ich mir momentan neue Figuren und deren komplizierte Bezeichnungen selbst bei. Nach über 10 Jahren ist es unglaublich entspannend, mal keinen Trainer zu haben, der einem über die Schulter blickt.

Bild: Unsplash // Aral Tasher

Bild: Unsplash // Aral Tasher

P.S.: Die tollen Videos und Bilder auf Instagram sorgen auch etwas für meine große Yoga-Motivation!

Mozart in the Jungle

Nach „Good Girls Revolt“ stand für mich fest: Amazon kann gute Serien produzieren! Dass „Good Girls Revolt“ kein Einzelfall ist, zeigt „Mozart in The Jungle“: Eine Serie, in welcher man Einblicke in das Leben der New Yorker Symphoniker bekommt. Protagonisten sind der verrückte, aber geniale neue Dirigent Rodrigo und die Oboistin Hailey, die unbedingt professionell spielen will und angesichts ihrer 26 Jahre befürchtet, es nie in das Symphonieorchester zu schaffen.

Das Tolle, an den beiden Amazon Prime Serien, die ich bisher gesehen habe, ist, dass sie einen in Welten entführen, die man so nicht kannte, dabei aber gar nicht abgehoben oder extrem hollywoodlike wirken. Es geht bei Mozart in The Jungle nicht um Übernatürliche Wesen, um Liebesdramen im Alltag von Teenies oder um eine actionreiche Handlung rund um Gefängnisausbrüche und Drogendeals. Eigentlich geht es nur um Menschen und ihre Liebe zur klassischen Musik … und mit den kleinen Intrigen und Machtspielchen drumherum. Jedenfalls ist das ein ganz anderer Charme, wie ich finde. Und dem bin ich verfallen. Noch irgendwelche Mozart in The Jungle Fans out there?

Need To Read

  • Die aktuelle NEON. Vor allem das Ressort „Liebe“ ist dieses Mal voller super spannender Artikel. Unter anderem über eine Frau, die 100 verschiedene Sexpartner anstrebt. Dass jede Frau durchschnittlich 4,3 im Männer/Frauen in ihrem Leben im Bett hat, habe ich auch in diesem Artikel gelernt. Bei irgendeiner Frage im Pub Quiz konnte ich dieses neu gewonnene Wissen anwenden.

neonretweet

Zero Waste

Da wollte ich doch diese Woche unbedingt mal zum Verpackungslosen Supermarkt hier in Münster fahren und meine 32957393 neuen Ikea Gläser auffüllen, da hab ich natürlich alle frisch gekauften Gläser in Bochum in der Spülmaschine vergessen. Naja, so kann es kommen, und bis ich wieder in Bochum bin, wird das wohl noch etwas dauern. Daher kann ich diesen Punkt meiner Bucket List wohl erstmal auf die Semesterferien-Liste schreiben, die jetzt schon bis nach Timbuktu reicht. Unter anderem steht darauf auch, mal richtige Yoga Stunden zu nehmen. Und einen Städtetrip zu machen. Und mal wieder eine Nacht durchzutanzen und am nächsten Morgen um 12 Uhr im Extrablatt zu brunchen. Natürlich habe ich auch auch einige Schreib- und Medienprojekte auf dem Schirm, die hoffentlich auch realisiert werden. Falls ja, werdet ihr als erste davon erfahren.

Nächste Hürde: Nichtstun

Eigentlich ziemlich krank, dass ich mir für die Semesterferien so viele Pläne mache. Dabei bräuchte ich eigentlich echt mal einen To-Do-Listen-Detox. Am besten alleine auf einer einsamen Insel ohne Handy und Ablenkung. Eine Woche lang nur mit sich selber klarkommen. Letztens habe ich versucht mal einen Nachmittag NICHTS zu tun. Keine Serie gucken. Nichts lesen. Nicht durch Instagram scrollen. Nur mal meine müden Augen ausruhen lassen und nachdenken. Ich hab versagt. Jemand von euch „Brave New World“ gelesen? Kurz musste ich mich mit Lenina Crowne verglichen, die es nicht aushält, 10 Minuten alleine in Stille auszukommen. Aldous Huxley hatte vielleicht Recht mit seiner Prognose. Stille ist ungewohnt, wenn man wie wir von Dauerreizen umgeben ist.

Ich lebe in der Zukunft

Es wird noch besser: Letztens habe ich mich dabei erwischt – und es ist fast zu peinlich, um es aufzuschreiben – wie ich nach einem Masterstudiengang gegooglet habe. Für alle, die es nicht wissen: Ich bin grade im ersten Semester meines BACHELOR-Studiums. Als ich mich selbst dabei ertappt habe, musste ich erst mal ein ernstes Wörtchen mit meiner Wenigkeit sprechen. Ich erinnere mich an die letzten Wochen des Abis, wo ich mich schon so sehr auf die mein erstes Semester gefreut habe. Also… jetzt. Und nun sitze ich hier und träume mich in eine zukünftige Zeit… Und was mache ich wenn ich da angekommen bin? 10 Jahre weiterträumen? Wie wäre es mit „Im-Jetzt-Leben“? Vor allem, da ich keinen Grund dazu habe, mich in andere Szenarien zu flüchten. Mir geht es momentan unglaublich gut. Ich habe so viele Entscheidungen getroffen, die ich nicht bereuen möchte und habe 49257422 Gründe zum Lächeln. Dennoch werde ich die Angewohnheit nicht los, so weit in die Zukunft zu blicken, dass ich die Gegenwart verpasse. Das soll sich ändern. Ein nachträglicher 2017-Neujahrsvorsatz, quasi.

Klausurenphase – und ein kurzes Adieu

Kaum habe ich euch letzte Woche wieder so richtig „Hallo“ gesagt, muss ich euch jetzt schon ein halbes „Adieu“ zuwinken. Die Klausuren stehen Mitte Februar an, was bedeutet, dass jetzt mal das große Lernen losgehen sollte. Da man sich nicht den ganzen Tag nur mit Unikram beschäftigen kann, werde ich sicher zwischen durch mal einen Blogpost tippen oder einige Fotos für den Blog und Instagram posten. Allerdings kann es auch sein, dass es um einiges stiller wird. Das hoffe ich sogar, da mich der Blog sonst ganz schön ablenken wird. Sicher bin ich aber nicht die Einzige, die die nächsten Wochen erstmal eingespannt ist, oder?

Momentan wusele ich mich vor allem durch die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Eine wahre Achterbahnfahrt – mal bin ich kurz vorm Verzweifeln, mal drehe ich die Musik laut auf und tanze durchs Zimmer, wenn ich ein Kapitel und noch dazu eine Palette an Aufgaben gemeistert habe.

Darauf freue ich mich die Woche:

  • Alle Referate, Übungsarbeiten und sonstige Projekte, die nichts mit den Klausuren zu tun haben, abzuschließen. Danach dann nach der Single-Tasking Methode mal nur auf die Prüfungen zu konzentrieren und nicht von anderen To Dos abgelenkt werden.
  • Ein entspanntes Girls-Noon-Out. Ja, das Wort habe ich mir ausgedacht. Aber ihr wisst sicher, was ich damit meine.
  • endlich wieder ein Ladekabel und Kopfhörer haben. Paket komm schnell an!
  • Yoga, Yoga, Yoga. Aber erstmal muss der Wochenendschnupfen weg.
  • Ohman klingt meine Woche langweilig. Aber eigentlich freue ich mich darauf, mich organisiert und in voller Ruhe auf den Februar vorzubereiten. Vielleicht auch, weil ich endlich will, dass diese doofe erste Prüfungsphase geschafft ist!

Das war es von mir an diesem Ausschlaf-Sonntag. Was geht euch heute so durch den Kopf? Was gab es bei euch zu frühstücken? Genießt den Tag! xx Ana

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2 Comments

  • Anna 16. Januar 2017 at 13:23

    Avocado-Toast ist auch einfach das leckerste Frühstück der Welt. Und Mittagessen. Und Abendbrot…

    Liebe Grüße!
    Anna

    Reply
    • Ana 24. Januar 2017 at 16:48

      😀 ich könnte auch davon leben.

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    Meet Ana

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    • 🌺 when in doubt wear pink! #ootd #interior #spring
    • Life unfiltered 🌈 Chaos, dreckiger Spiegel und keine Schuhe, die zum Outfit passen ☀️ #firstworldproblems