Lazy Girl Kitchen:
Ziegenkäse-Salat Style Français

Ana - 26. Februar 2017

Happy Sunday. 15 Uhr immer noch verschlafen. Heute so ein Tag, wo man Ideen notiert, Entwürfe schreibt, das Zimmer ausmistet und sich hübsch macht, obwohl man doch nur zu Hause bleibt. Dimanche-Sonntage nenn ich diese Art von Sonntagen. Wer etwas Französisch spricht wird sofort erkannt haben, dass Dimanche nur das französische Wort für Sonntag ist… und ich heute also einen Sonntag-Sonntag verbringe. Tatsächlich geht es mir – als Französisch-Anbeterin ohne ein Wort Französisch sprechen zu können – nur darum, dass dieser Sonntag eben einen Hauch von Charme und Eleganz hat. Ich also das Haus nicht verlassen muss, und trotzdem nicht verwahrlost eine Serienfolge nach der anderen schaue und meine Schokovorräte aufesse.

Wie es dazu kommt, dass ich einen meiner liebsten Tage, seit langem mal wieder in meinen Vier Wänden begrüßen darf? Zeit. Zeit, meine lieben Freunde. Ich habe Zeit. Erste Sache, die ich heute gemacht habe: Buch Roman geschnappt und gelesen. Im Bett, mit zerzausten Haaren, noch ehe ich auf dem Handy nachschaue, wie spät es ist. Denn heute ist es mir absolut egal. Ich muss nicht lernen, ich muss nirgendwo hin und die paar Teller, die ich spülen muss, hetzen mich auch nicht. Schon bin ich 100 Seiten weiter und meine zweite Bettdecke (ja ich habe zwei, mir ist nämlich nachts kalt), die ich nachts zwischen zwei wohltuenden Schlafzyklen weggekickt habe, liegt immer noch auf dem Teppich. Die paar Seiten vor dem Frühstück, oder dem Anziehen, oder dem Duschen, oder dem Irgendwas-Anderes-Tun, sind für mich ein Symbol für unendlich viel Zeit.

Wenn ich viel Zeit habe, dann schreibe ich außerdem gedankenlos eine unglaubliche Menge an Entwürfen. Eigentlich bin ich dann ziemlich gedankenvoll. Nur denke ich nicht daran, vollständige Sätze zu schreiben oder ausschließlich Worte zu benutzen, die im Duden stehen. Kommata setze ich trotzdem – so ganz ohne Struktur geht es dann doch nicht.  Ich höre den Herrengedeck-Podcast und den Ferngespräch-Podcast, gucke fünf Folgen der Tagesschau – das alles beim Spülen. Und ich bereite mir Essen zu und lasse mir unglaublich viel Zeit. Gestern gab’s Chili Sin Carne, heute wurde ich inspiriert von meinem all time favourite book crush „How to be parisian“ von meinem all time favourite girl crush Caroline de Maigret.

france6france3Letztens war ich mit einer Freundin im Dean & David, und ich habe nicht den Salat „Paris“ bestellt, obwohl er mir so verführerisch und unglaublich parisisch zugezwinkert hat. Dafür aber einen Tag später alles dafür eingekauft, um ihn mir zu Hause nach zu kochen zubereiten: Feldsalat, Ziegenkäse, rote Weintrauben, Walnüsse. Basta (was sagt man auf Französisch zu „basta“? Was sagt man überhaupt auf deutsch zu „basta“?). Ach, und ein wenig Dressing. Ich hab Balsamico genommen.

Vor meine Rezepte-Posts hänge ich jetzt immer ein „Lazy Girl“ dran, damit ihr mich nicht fälschlicherweise mit einer Food Bloggerin verwechselt, die euch mit den innovativsten Food-Ideen konfrontiert. Mein französischer Salat hat mich 2 Minuten gekostet (gut, vielleicht auch 5 Minuten, weil Ziegenkäse so schnell an den Fingern klebt, wenn man ihn über den Salat zerbröseln will) und stellt das i-Tüpfelchen dieses Divanche-Sonntags dar. Wie es weiter geht? Ich glaube, ich lese noch ein wenig. Das habe ich das letzte Jahr so sehr vermisst. Und schreibe noch mehr Entwürfe, die ich dann an einem anderen Tag korrigieren und ausformulieren kann. Nicht jeder Tag ist ein Tu-Tag.

Was haltet ihr von dieser Kombination? Wie sieht euer liebster Sonntag aus? xx Ana

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4 Comments

  • Leeri 26. Februar 2017 at 18:11

    Ich mag solche Salate sehr gerne 🙂 einfach aber richtig lecker *-*
    Und solche Sonntage!!

    Reply
  • Weekly Log #5 | Rekordverdächtig: Die kürzeste Fitnessstudiomitgliedschaft - The Disaster Diary 5. März 2017 at 11:33

    […] Der geilste, einfachste Salat für Sonntage […]

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