Category Archives: Buch & Serie

| Buchclub | Folge 1: Es wird Philosophisch! Janet Kinnert von Sans Mots

buchclub

Hallo meine Lieben und herzlich willkommen zu einem neuen Format.

BUCHCLUB heißt diese Serie und dreht sich – nennt mich Captain Obvious – um das Thema Bücher. Wie ihr vielleicht wisst, startete meine Bloggerkarriere mit bescheidenen 14 Jahren, einem Haufen Büchern und dem Wunsch, Literaturkritikerin zu werden. Also habe ich mir einen Blogspot-Blog zusammengebastelt und eifrig die gesamten Cassandra Clare Romane rezensiert. Dann viele andere. Schließlich – fast 4 Jahre später – hatte ich keinen Bock mehr auf (ausschließlich) Bücher (und konnte mit den Kolleg*innen, die 20 Romane im Monat verschlangen, so oder so nicht mithalten). Also brachte ich The Disaster Diary auf die Welt… und suche seitdem nach einer Möglichkeit, das Thema Bücher in einer Form zu bringen, welche zu dieser Plattform passt. Mit Buchrezensionen bin ich durch – die lese ich selber nämlich kaum (man soll ja bekanntlich den Blog schreiben, den man selber gerne lesen würde). Dafür stehe ich wahnsinnig darauf, sich ganz ungezwungen über Bücher auszutauschen. In einem Buchclub war ich nie – dabei fand ich die Vorstellung von einer Runde emanzipierter Frauen mit Hüten, langen Röcken und Sepiafilter, die Austen lesen, schon immer einfach gar nicht schlecht. Daher der Entschluss, diese nie-gemachte Erfahrung digital zu verarbeiten und auf TDD regelmäßig coole, emanzipierte Frauen (nicht unbedingt mit Hüten und Sepiafilter, aber ausgeschlossen ist es nicht!) einzuladen. Auf dass sie ihre Buchtipps loswerden! Vielleicht stößt so der eine oder andere von euch auf das nächste Lieblingsbuch? Oder muss sich eingestehen, dass Buchgeschmäcker unterschiedlich sind und die 20€ für das Hardcover verbranntes Geld waren (solche Erfahrungen muss man eben auch im Leben machen).

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Good Girls Revolt Serie Review

Serien Tipp: Good Girls Revolt

Man hört leise Stimmen aus der linken Ecke des Raums, von überall das Geräusch des Tippens auf Schreibmaschinen, jemand springt durch die Tischreihen und verteilt Zigaretten an die Kollegen. Der Chefredakteur schreit von der Empore auf seine Reporter herunter und fragt sie nach dem Stand ihrer Arbeit. Die Rechercheurinnen telefonieren mit der Polizei, sogar mit Zeuginnen, die live dabei waren, als eine Demonstration vor wenigen Tagen aus dem Ruder lief. Einer der Reporter ist grade aus Paris zurück, wo er vor Ort gelauscht und beobachtet hat, um daraus eine Story zu entwerfen und dann auf das Papier zu bringen. So in etwa lässt sich die Ausgangsszene der Amazon-Prime Serie Good Girls Revolt beschreiben, welche den Serienschauer in die frühen 70er Jahre entführt. Eine Zeit, in der der investigative Journalismus noch die Oberhand hatte. Ein wahrer Charmeur im Vergleich zu den meisten Online-Redaktionen heute, in denen Google öfter aufgerufen wird, als vor Ort nachgefragt, und der Begriff der „guten Story“ ein Relikt aus vergangenen Zeiten zu sein scheint.

Nicht so 1969 im Herzen New Yorks: Die Wochenzeitung „News of the Week“ etabliert sich unter der Leitung des erfolgreichen Chefredakteurs Finn und beschäftigt eine Reihe junger Reporter und Rechereurinnen. Das Arbeitssystem bei „News of The Week“ ist starr und an Geschlecht, nicht an Leistung orientiert ein: Die Frauen recherchieren, forschen nach, telefonieren und stehen mit den Infos den wahren Stars der Pressewelt zur Seite: Den Reportern. Diese fügen die Arbeit der Frauen zu einem Artikel zusammen, setzen ihren Namen drunter und kriegen im besten Fall von Finn einen Schulterklopfer für die gute Story. Von dem Erfolg kriegen die Frauen bei „News of The Week“ auch etwas mit: Sie werden von ihren Kollegen geschätzt und arbeiten eng mit ihren Partnern zusammen. Auf ihren Namen unter den Artikeln oder einem Lohn, der auch nur an die Hälfte die der Männer reicht, können sie allerdings vergeblich hoffen. Dass hier eine große Ungerechtigkeit herrscht, fällt den Frauen bei „News of the Week“, die ihren Job lieben und sich nach ihrem Collegeabschluss für Arbeit statt Hausarbeit entschieden, nicht auf. Bis plötzlich jemand auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam macht.

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Buch Geschenk

5 Bücher zum Verschenken

Kommt mir das nur so vor oder hat gefühlt jeder Zweite im Mai das Licht der Welt erblickt? Wöchentlich erhält man Einladungen zu wenigstens zwei Geburtstagspartys und täglich steht auf der To-Do-Liste der Punkt „Geschenk besorgen“. Nun, und was schenkt man den Geburtstagskindern so? Ein spontaner Trip in die Stadt führt meistens in Buchhandlungen, denn dort findet man immer irgendwas, was sich zum Verschenken eignet. Bücher sind tolle Geschenke, denn sie sind zeitlos und es gibt sie aus jeder möglichen Sparte in allen möglichen Ausführungen. Für jede Person gibt es das passende Buch, ob sie sich für Autos, Ernährung, Mode, Geschichte oder Quantenphysik interessiert. Für Romanliebhaber hat man es natürlich besonders einfach, aber selbst dort kann man Stunden durch die Genres stöbern und hat immer noch reichlich Arbeit to go. Das kann Fluch und Segen zugleich sein, denn wenn man wenige Tage vor dem Geburtstag noch mit leeren Händen dasteht, hat man selten die Zeit gemütlich die Regale zu durchforsten. Deshalb bin ich heute hier und lege euch 5 Bücher ans Herz, die ich unglaublich genossen habe und daher immer wieder auch weiter Verschenken würde.

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