Posts for Gedankenballett Category

Gedankenballett

Das 3-Uhr-Gedankenballett Round-Up

Ana - 12. März 2017

Meine Gedankenballette sind etwas ganz besonderes. Für mich, zumindest. Es sind die Beiträge, die ich nachts um 3 schreibe und die, die nach dem ersten Entwurf erstmal in 375397 Korrekturen entschärft werden müssen, weil ich mich gern in Dinge hineinsteigere und plötzlich die gesamte Gesellschaft an den Pranger stelle. Meine Augen schmerzen vor Müdigkeit, ich will eigentlich nichts weiter als ins Bett, doch irgendetwas treibt mich dazu an, genau jetzt, genau jetzt jetzt jetzt, zu schreiben. Als würde mein Leben davon abhängen. Aufs Bett gesetzt, Schneidersitz, Laptop an. Es fließt plötzlich einfach aus mir heraus und ich weiß wieder genau, wieso ich das Schreiben liebe: Weil es mir so unglaublich leicht fällt. Ich hasse das Schreiben, wenn ich keine Worte finde und ich liebe es, wenn ich gar nicht danach suchen muss. Ratet mal, wie spät es grade ist.

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Gedankenballett, Share The Love

Ida Gard und die Cultural Studies – Vom Mainstream und von Popmusik

Marie - 7. März 2017

Wenn ich gefragt werde, was ich für einen Musikgeschmack habe, stottere ich immer irgendetwas von Mainstream. Ich glaube, ich habe wirklich keinen richtigen Musikgeschmack. Ich mag ganz unterschiedliche Musik, habe keinen Club, von dem ich sagen würde, dass ich dort wegen der Musik besonders gerne feiern gehe, und meine Spotify-Lieblingsplaylist ändert sich eh ständig. Ich höre immer mal wieder Schwanensee und Phantom der Oper, weil ich früher so gerne Ballett getanzt habe, und ich mag Calle Trece, weil sie mich an Spanien erinnern. Manchmal werde ich nostalgisch, dann höre ich Britney Spears und Madonna, ich höre gerne Dota, weil ihre Lyrics super sind, und manchmal sogar Juli, ich höre gerne Imagine Dragons und The Pretty Reckless, ich war früher ein riesiger Fan von Lorde, weil ich ihre Texte liebe. Lorde hat vor kurzem ihre neue Single „Green Light“ veröffentlicht und die Fans regen sich in den Kommentaren unter ihrem Video darüber auf, dass sie ihrem Stil nicht treu geblieben war. Das, was Lorde jetzt macht, sei doch nur Popmusik.

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Gedankenballett

Willkommen in Lohhausen!

Ana - 23. Februar 2017

Neuanfänge sind etwas ganz Besonderes. Sie haben etwas Magisches an sich – eine Aufbruchstimmung, in der wir uns selbst einreden, dass ab jetzt alles besser wird. Mitten-Drin-Stecken dagegen hat etwas unglaublich frustrierendes. Entweder man fühlt sich erschlagen von zu viel Arbeit, oder man ist unzufrieden mit der Art von Arbeit, in der man knietief steckt. Wird die Liste der To Dos zu lang, dann sollte man sich natürlich fleißig an die Arbeit setzen. Oder – und diese Alternativlösung erscheint für den Moment meist produktiver – man legt sich hin. Und starrt an die Decke. Und kotzt Selbstmitleid. Dicke Schichten Selbstmitleid. Und suhlt sich darin.

Wie schön wäre alles, wenn…? Wie sehr freue ich mich auf…? Ach hätte ich doch nur…?

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Bloggen, Gedankenballett

Über Autorenängste, Kafka und einen lesenden Hobbypsychoanalytiker

Ana - 20. Januar 2017

„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen“. Das schrieb Mark Twain und brachte damit sicher mehrere Millionen Menschen zum Schmunzeln. Und auch mich und das mehr als einmal.

Was Twain da spielerisch in den Raum wirft, war für mich aber lange Zeit voller Ernst. Schreiben ist leicht. Schreiben ist wie Dominospielen. Ich brauche nur mit einem Gedankenstein anfangen, welcher dann in einer Kettenreaktion die an anderen zum Kippen bringt. Das Produkt klingt dann manchmal gut genug, dass andere es auch gerne lesen. Mein Finger schnellt herab auf die Enter-Taste, die die Worte in die Weiten des Internets schickt. Schreiben ist das leichteste der Welt. Dachte ich zumindest, bis mir plötzlich überzufällig oft Folgendes passierte: Im Gespräch mit Freunden erwähnten sie Dinge, die ich ihnen nie erzählt hatte. Wenn ich ihnen eine Geschichte erzählte, dann gaben sie mir den Eindruck, sie wüssten schon etwas darüber. Als wäre nicht ich, als Person in der Realität, die Quelle, über die man etwas über mich herausfindet. Als hätten sie noch eine weitere Quelle, und wüssten damit viel mehr über mich, als ich preisgebe. Diese zweite Quelle ist mein Blog.

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Gedankenballett

Thanksgiving – Ein Fest der Dankbarkeit?

Ana - 25. November 2016

Happy Thanksgiving, Leute! – nachträglich. Die Meisten von euch wissen sicher nicht, dass gestern in den USA Thanksgiving gefeiert wurde, einige andere haben über Social Media etwas davon mitgekriegt oder sind schon so amerikavernarrt, dass sie ihre eigene Miniversion davon veranstalten. Mir ist zu diesem Anlass ganz plötzlich eingefallen, dass ich mich vor ca. einem Jahr relativ ausführlich mit diesem Nationalfeiertag beschäftigt habe – und, schätzt euch glücklich 😛 – einen Beitrag dazu verfasst habe. Auch wenn ich ihn heute vielleicht etwas anders geschrieben hätte, stimme ich meinem 17-jährigen-Selbst in vielen Punkten zu. Daher leiste ich heute mal ganz anspruchsvolle „Copy & Paste“-Arbeit. Thema das Ganzen: Was steckt wirklich hinter Thanksgiving und wie viel von der ursprünglichen Botschaft kommt heute bei den Thanksgiving-feiernden Menschen an?

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Gedankenballett

24 Dinge, die man (ICH!) als Erstsemester denkt

Ana - 22. November 2016

Es gibt Gedanken, die hat einfach jeder in einer bestimmten Lebenslage. Zwar sind sie so daneben, dass es keiner laut zugeben mag, aber wo kommen wir denn hin, wenn wir uns für Dinge schämen, die allen durch den Kopf schwirren? Daher präsentiere ich euch meinen Sprung ins Kalte Wasser – auf die Gefahr hin, dass ich die Einzige bin, die so denkt und mich jetzt als komplett bescheuert oute. Beten wir, dass dem nicht so ist. 24 Dinge, die (zumindest) ich als Erstsemester denke.

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Dating, Gedankenballett

Kolumne: Über Arschlöcher, Enden und Bocksprünge

Ana - 15. November 2016

Da läuft man unbeschwert Richtung Hauptbahnhof, erinnert sich an ganz früher, während man versucht, nicht auf das Laub zu treten, was den Asphalt säumt, und zack – da steht plötzlich er. Läuft an mir vorbei, wir lächeln uns an, nicken uns zu und gehen weiter. Ich warte auf den Moment, an dem auf einmal nichts mehr unbeschwert ist. Auf den Moment, in dem ich mir das falsche Lächeln aus dem Gesicht wische und „Dieses Arschloch“ denke. Es passiert das Unglaubliche: Dieser Moment bleibt aus. Mein Lächeln war echt, genauso wie meine unbeschwerten, leichten Schritte mit denen ich einfach weiterlaufe. Immer noch bedacht darauf, das Lavalaub zu umgehen.

Das nennt man wohl, „Über jemanden Hinwegsein“. Es ist überhaupt nicht anstrengend und vorbereiten kann man sich darauf genauso wenig – von dem einen auf den nächsten Moment ist es einfach so. Ich wundere mich darüber, wie passend der Begriff ist. „Über jemanden hinweg sein“ passt wie angegossen, denn ich fühle mich wirklich überlegen. Dort wo früher so viel Unterlegenheit, so viel Abhängigkeit und Schwäche war, steht meine Wenigkeit jetzt aufrecht. Ich war nicht diejenige, die damals entschied, dass sich unsere Wege erstmal nicht mehr kreuzen. Ich wäre geblieben. Okay, kreuzen tun sich unsere Wege immer noch – ist nicht so, dass sie plötzlich exakt parallel verlaufen würden. Dafür müssten wir uns wohl beide mehr anstrengen. Und dafür müssten wir immer noch aneinander denken und uns überlegen, welchen Weg wir gehen, um den anderen NICHT mehr zu treffen. Pustekuchen. Es ist mittlerweile egal. So kreuzen sich unsere Wege, aber vielleicht eher so wie ein kleiner Pfad in einer fetten Hauptstraße mündet und irgendwo verschoben auf der anderen Straßenseite wieder weitergeht. Die Straße ist aus festem, grauem Asphalt, und der Pfad rutschig, mit Sand überdeckt und so klein, dass man ihn leicht übersieht. Aus meiner Perspektive bin ich die Straße. Aus seiner bin ich der Trampelpfad und vice versa. Irgendwann verlieren Menschen einfach an Bedeutung.

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Gedankenballett, Gesellschaft, Karriere, Organisation & Tipps, Self-Improvement

Ein Hoch auf das Versagen

Ana - 19. Oktober 2016

Heute wird auf The Disaster Diary das Versagen gefeiert. Wieso? Weil es sonst leider (noch) nirgendwo getan wird! Generell kommt die absolut zu Unrecht benachteiligte Zwillingsschwester von Erfolg immer viel zu kurz – leider. Dabei ist das Versagen vielleicht des Menschen bester Freund. Die Erfahrung, dass etwas im Leben mal nicht glatt läuft, lehrt uns vieles, was sich später als nützlich erweisen kann. Und das nicht nur, um unseren Kindern irgendwann wichtigtuerisch philosophisch klingende Lebensweisheiten um die Ohren hauen zu können. Mal den Kürzeren zu ziehen lehrt uns vorherzusehen, uns in andere hineinzuversetzen und unseren Egoismus z überwinden. Nur das Versagen bringt uns in die Notwendigkeit zu lernen, nach einem herzzerreißenden Tag wieder aufzustehen und das Krönchen zu richten. Dagegen erscheint mir der viel prominentere Gegenpart „Erfolg“, welcher schnell in Arroganz und Weltfremde abdriftet, fast schon wie der Wolf im Schafspelz.

Befindet man sich grade in einem der Thale des Lebens, dann kann man über solche (zugegeben sehr) optimistischen Aussagen womöglich nur zynisch schnauben. Aber auch wenn es manchmal schwer zu glauben ist: Tiefpunkte sind cool. Fast genauso cool wie tolle, inspirierende Zitate. Und selbst davon findet man unglaublich viele, die das Versagen in den Himmel loben. Einige dieser Pinterest-WeHeartit-Schätze habe ich raus gepickt und in folgender Post-Kreation zusammengestellt – darauf, dass wir das Versagen nicht zu ernst nehmen. 😉

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Gedankenballett

Challenges, die du im September ausprobieren musst

Ana - 1. September 2016

Neuer Monat, neues Glück? Eine große 1 prangt mal wieder auf dem Kalenderblatt und es wird Zeit für einen klitzekleinen Neuanfang. Auch wenn sich alle darüber lustig machen, verfällt jeder doch mal der Versuchung der neuen Vorsätze. Der Gedanke, von einem auf den anderen Tag seine schlechten Gewohnheiten abzulegen und zu seinem Idealselbst zu werden, ködert schließlich jeden irgendwann.

Mittlerweile werden Vorsätze von niemandem richtig ernst genommen. Grund: Fast nie wird das Vorhaben auch in die Tat umgesetzt. Eigentlich schade, denn etwas an sich selbst zu arbeiten kann ziemlich viel Spaß machen und sehr motivierend sein. Einzige Voraussetzung ist natürlich, sich realistische Ziele zu setzen und nicht direkt den 5. vor dem 1. Schritt machen zu wollen. Sich klitzekleinen Herausforderungen zu stellen und ohne viel Druck an neuen Gewohnheiten zu arbeiten, kann im Großen Ganzen viel verändern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich fordere euch heraus. Nutzt den September, um an etwas zu arbeiten, was euch schon lange nervt, etwas komplett Neues auszuprobieren, was ihr an anderen bewundert, oder auch einfach aus Neugierde mal ein kleines „Self Improvement“-Projekt auszuprobieren. Manchmal reicht schon ein Monat, eine Woche, sogar ein Tag, an dem man etwas Neues wagt oder anders anpackt. 10 Ideen für Challenges, an die ihr euch im te Ideen – ab damit in die Kommentare!

khara woods

1. Vegan Essen

Umsetzungsidee? Wie wäre es mit einer Woche komplett vegan? Oder täglich nur vegan frühstücken? Oder einen Tag die Woche alle tierischen Produkte vom Speiseplan zu streichen? Auch wenn viele Halbveganer kritisieren, kann ich euch nur eins raten: Macht euch nichts draus! Ihr müsst nicht kopfüber euer ganzes Leben ändern. Interessiert euch diese Ernährungsweise, dann fangt klein an und probiert es – und schämt euch nicht, wenn ihr auch mal zurückfallt. Als Inspiration könnt ihr ja mal ein veganes und einfaches Mittagessen probieren, frei Schnauze eine Vegan Bowl zubereiten oder mal schauen, was auf eurer veganen Einkaufsliste stehen könnte

2. Ein Inspirationsbord erstellen

Dieser Trend ist so bekannt geworden, weil unglaublich viele erfolgreiche Personen darauf schwören. Wenn das mal nicht Grund genug ist, diesen Geheimtipp wenigstens auszuprobieren. Bleibt mal einen Freitag Abend zu Hause, schmeißt eine neue Spotify Playlist an und versammelt alles an Zeitschriften, Bastelkram und Farben, was bei euch zu Hause rumliegt. Wenn ihr ein Plan-Mensch seid, dann kauft gerne noch was oder druckt motivierende Bilder aus dem Internet aus. Und dann kann es auch schon losgehen – wie ein kleines Kind auf den Boden legen und eure Wünsche, Träume, Ziele, Pläne irgendwie visualisieren. Ideen gibt es auf Pinterest oder in diesem tollen Blogpost.

3. 15 Minuten Aufräum-Session

Jeden Tag den Wecker auf 15 Minuten einstellen und 15 Minuten lang Aufräumen. Nicht ablenken lassen, einfach nur 15 Minuten alles aufräumen, was irgendwie nach Chaos aussieht – schafft jeder, ist ja nur eine Viertelstunde. Das Mal eine Woche lang durchziehen und dann schauen, was sich im Leben geändert hat. Und mir bitte diese Erfahrung mitteilen. Eine Challenge, die sicher auch etwas für mich wäre.

4. Lebe nach eine Woche lang nach einem Motto

Suche dir ein Motto aus und Lebe eine Woche/ ein Wochenende (wenn man arbeitet kann das schwierig sein) danach. Unter dem Stern dieses Mottos kann dein Essen, deine Outfits, deine Aktivitäten, die Musik stehen. Besonders gut eignen sich natürlich Länder, Feiertage oder auch Stereotypen (Mexico, 4th of July, Rocker, Öko,…).

5. Schreibe jeden Tag eine Seite Tagebuch

Vielleicht werden es auch mehr Seiten. Vielleicht nur drei Sätze. Und vielleicht auch nur eine Zeichnung, die deine Stimmung beschreibt. Ganz egal.

6. Starte ein kreatives Septemberprojekt

Ob ein Bild auf Leinwand, ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte, einen Handstand lernen… Die Betonung liegt auf Kreativ, also kannst du das auch ruhig bei der Auswahl deines Projektes sein. 😉

7. 30 Tage – 30 verschiedene Outfits

Das bedeutet nicht, dass du dir jetzt erstmal eine neue Garderobe zulegen sollst, sondern dass du versuchst, täglich deine Klamotten neu zu kombinieren. So beschäftigst du dich mehr mit deiner Garderobe, lernst, das Optimum rauszuholen, und erkennst, wie viele Möglichkeiten sich dir mit wenigen Kleidungsstücken eröffnen.

8. No Shopping Challenge

Super mit Nummer 7 zu kombinieren, da du dich zwar mit Mode beschäftigst, jedoch auf eine ganz andere Art und Weise. Wir shoppen zu viel und haben letztendlich nichts zum Anziehen. Die vielen Stunden, in denen du darüber nachdenkst, was du kaufen sollst, oder in denen du etwas kaufst, kannst du anders nutzen. Nicht zuletzt damit, deine bereits gekauften Kleider wirklich zu schätzen zu lernen.

9. Lüge einen Monat lang kein einziges Mal

Diese Challenge klingt total bekloppt und doch ist sie wohl meine Liebste. Ich habe noch nie gehört, dass jemand sich diesen Vorsatz gesetzt hat, dabei ist das doch Gebot Nummer 1 unserer Kindheit. Bin gespannt, ob das wohl ein hartes Vorhaben ist oder nicht – merken wir überhaupt noch, wann wir lügen?

Und zuletzt…

Koche einmal die Woche ein Gericht mit einer Zutat, die du noch nie probiert hast (Alternative: Koche einmal die Woche ein Gericht, was du noch nie probiert hast).

Und? Was denkt ihr über diese 10 Challenges für den September? Würdet ihr eine davon wagen, auch wenn in abgewandelter Form? Was für kleine, kreative Vorhaben fallen euch ein? Ich wünsche euch einen guten Start in den neuen Monat – lasst ihn nicht langweilig werden! xx Ana

Beitragsbild: Unsplash.com

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Gedankenballett, Gesellschaft, Organisation & Tipps

Nicht Maximum, sondern Optimum: Tipps für mehr Gleichgewicht

Ana - 14. August 2016

Es ist weniger als ein Jahr her, als ich dachte, ich müsste immer in Bewegung sein und dürfte nie nie niemals weniger als 110 Prozent geben. Ich fing an, mir To-Do-Listen zu schreiben und erlebte jedes Mal einen kleinen Anflug von Panik, als am Ende des Tages nicht alle Kästchen mit einem hübschen Häkchen verziert waren. Mein Bauchgefühl verriert mir schon nach wenigen Wochen des Durchtimens und Hetzens, dass da etwas gewaltig schief läuft. Auf 4 Tage Vollgas, folgten 3 Tage Schach Matt auf meinem Bett mit der nächstbesten Serie und einem Glas Nutella. All das erinnert mich rückblickend an eine Szene aus „Eat. Pray. Love“, die – neben meinem gesunden Menschenverstand und der Tatsache, dass das so nicht weiterging – maßgebend dafür war, dass ich heute ganz anders über Arbeit und Leistung denke. Ein charmanter Italiener rät Julia Roberts zu mehr Kaffeepausen und bemerkt, dass die Amerikaner zwar 5 Tage die Woche hart arbeiten, sich das Wochenende über aber im Pyjama in ihr gedimmtes Schlafzimmer verkriechen. Ich erkannte mich wieder.

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Food & Fitness, Gedankenballett, Gesellschaft

Immanuel Kant meets Veganismus

Ana - 24. Juli 2016

Veganismus verteilt überall seine Tentakel. Jede Zeitschrift und Online-Magazin fühlt sich gezwungen, darüber zu schreiben, jeder Fernsehsender wenigstens eine Reportage über Veganer zu schalten. Zum ersten Mal habe ich vor vielen Jahren eine Sendung zu dem Thema gesehen, wo ein veganes Studentenpaar von dem Kamerateam eine Woche lang begleitet wurde. Mein Gedanke: „Diese nervigen Ökos!“ Heute bewege ich mich im Eiltempo (oder waren es doch Mäuseschritte?) auf eine strikt vegane Ernährung zu. In dieser Reportage wurden die ethischen Gründe in einem genuschelten Nebensatz abgehandelt, die Studenten trugen Dreadlocks und abgewetzte Klamotten und ständig wurde ein überteuerter Sojaaufschnitt in die Kamera gehalten. Und Sojaschnitzel. 50% der Worte, die fielen, handelten davon, wie unzureichend und ungesund diese ominöse Spezies doch lebt. Fleisch= gesund, dazugehörig und gepflegt. Kein Fleisch= komischer, aber reicher Hippie mit Sojafetisch.

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Gedankenballett, Gesellschaft

Kolumne: FOMO – The Fear of Missing Out

Ana - 15. Juli 2016

„Über das Plötzliche Verlangen jemanden zu küssen“, las ich letztens im Spiegel. Dieses Gefühl hat in einer fremden Sprache einen Namen. Auf Deutsch nicht. Wenn ich einer Freundin erzählen möchte, wie das Date war, muss ich lange vor mich hin erklären und hoffen, dass sie versteht, welches Gefühl ich genau meine. Auf dieser titellosen Sprache, deren Wörter es in seltene Wörterbücher geschafft haben, sage ich einfach: Gestern hatte ich voll „Basorexia“. Fertig, jeder, weiß, dass das Date gut lief (aber nicht zu gut). Ähnlich ist es mit Cyberchondria: Die seltsame Nervosität, die eintritt, nachdem man im Internet Krankheiten gegoogelt hat. Da musste ich lachen – über dieses Gefühl habe ich schon oft mit Freunden geredet. Eignet sich übrigens auch ziemlich gut, wenn man Smalltalk hält, es aber nicht wie Smalltalk klingen soll. Jeder kennt dieses Gefühl, und jeder kann mitreden. Ist trotzdem eigentlich namenlos.

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Gedankenballett, Karriere

11 Ziele für die zweite Jahreshälfte

Ana - 10. Juli 2016

6 Monate lang schnuppern wir schon 2016-Luft und haben somit bereits die Halbzeit dieses Jahres erreicht. Meine Liste mit den wagen Zielen, die ich mir Anfang Januar gesetzt habe, könnte ein kleines Update gebrauchen. In sechs Monaten kann sich so viel ändern, dass es nicht schadet, Anfang des Sommers den Fokus neu einzustellen. Was steht an für die nächsten Monate? Was möchte ich? Wo will ich Dezember stehen? Dieses Jahr bildet für mich eine Ausnahme: Mit dem Abitur setze ich ein Häkchen hinter Vieles, was vorher einen Großteil meines Lebens ausgemacht hat.  Anstatt die nächsten Wochen wie gewöhnlich in den Urlaub zu fahren, kündigt Juli dieses Jahr das Ende der Ruhepause an. Welche kleinen (oder auch größeren) Ziele ich mir für die zweite Hälfte des Jahres gesetzt habe, findet ihr heraus, wenn ihr weiterlest.

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Gedankenballett

Kolumne: Der Schimmelfleck an meiner Wand

Ana - 8. Juli 2016

Ferienzeit ist Entrümpelungszeit. Generell sind Feiertage immer gut dafür, Dinge zu tun, die im Schatten der Schule, den Freunden, den Stadtbesuchen und dem Sport in Vergessenheit geraten. Sobald wir mehr Zeit als Pflichten haben, suchen wir uns Neue. Und werden wir dazu gezwungen mal die durch eine Staubschicht gekennzeichneten Bereiche zu durchforsten. In meinem Fall mein Bücherregal.

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Dating, Gedankenballett

Kolumne: Finger weg von den Peter Pans!

Ana - 21. Juni 2016

Heute soll es um Dreiecke gehen. Nicht um die Form, die im Kindergarten eine große Herausforderung beim Zeichnen darstellte, sondern ein heute nicht unbeliebtes Mittel in Kultur und Literatur. In Büchern zum Beispiel. Oder in Filmen. Das altbekannte, beinahe ausgelutschte Liebesdreieck wird nämlich in fast jeder der großen tragischen Liebesgeschichten eingesetzt. Bestes Beispiel: Twilight. Wie viele Fans riss das herzzerreißende Hin-und-Her zwischen #TeamEdward und #TeamJacob in den Meyer-Wahn? Nur wenige dachten sich „Entscheid dich doch mal, Bella!“. Der Großteil der Zuschauer und Leser war mehr als gefangen in diesem komischen Bild von Liebe, in der plötzlich nicht mehr zwei, sondern drei Leute eine Rolle spielen. Anscheinend also nicht ganz sinnlos, wenn es darum geht Spannung zu steigern und Drama zu erzeugen. Wie so oft, verfallen tausende Fans der Illusion, auch so eine Situation zu erleben zu wollen, verwechseln fiktive Geschichten mit ihrem eigenen Leben und denken ganz unterbewusst wirklich, dass so Liebe aussehen muss. Schießlich wurde diese Liebesgeschichte abgedruckt und verfilmt und hat einen Haufen Kohle gemacht.

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Meet Ana

  • 🌺 when in doubt wear pink! #ootd #interior #spring
  • Life unfiltered 🌈 Chaos, dreckiger Spiegel und keine Schuhe, die zum Outfit passen ☀️ #firstworldproblems
  • 😔♥️
  • first açai bowl 🍇 #breakfast #acaibowl #tgifridays
  • When exams are over and you meet up to take a nap 💤♥️ @_davia_j @annakaup #sleepforpresident #sleepiseverything
  • Hallo März! 🦋
  • 👩🏻‍🍳 #mhmmhm #sundays
  • At a colder place right now ☂️💂🏼‍♀️ #nochimmergenugurlaubsbilder #rome
  • 🌷🌹🌸🌺🥀🌻🌼💐
}